Livorno

Die Toskana ist nicht nur mit einer traumhaften Landschaft gesegnet, die vielen als Sinnbild Italiens gilt, sie hat auch Städte mit unglaublich reichen Kunst- und Kulturschätzen zu bieten.

Die Altstadt von Livorno – dem „Venedig der Toskana“ – ist von zahlreichen Kanälen durchzogen, so dass Sie sich das alte Stadtviertel Venezia Nuova am besten bei einer Bootsfahrt ansehen. Oder zieht es Sie zu den bedeutenden Bauwerken in Florenz, Pisa, Lucca oder Siena? Sie haben die Wahl.

Hafen Livorno

Livorno ist der ideale Ausgangspunkt, um die Kulturschätze und Landschaft der Toskana zu entdecken: die Kunstwerke der Renaissance in Florenz, den schiefen Turm von Pisa oder die „Stadt der Türme“ San Gimignano. Doch Kunstgenuss ist nicht alles – runden Sie Ihren Besuch mit einer Weinprobe auf einem Gut in der berühmten Chianti-Region ab und lassen Sie sich in die Geheimnisse der edlen Tropfen einweihen.

Livorno/Italien
– Tor zu den Kulturschätzen der Toskana –

Siedlungsland der antiken Etrusker und Römer. Schauplatz mittelalterlicher Fehden um Macht und Ansehen. Wiege der Renaissance und der italienischen Sprache. Die Toskana ist eine Kulturlandschaft im doppelten Sinn. Mit einer Natur, die über Jahrhunderte von Menschenhand wie ein Gemälde gestaltet wurde und einem Gebiet, das mit Kulturdenkmälern und Kunstschätzen im Überfluss gesegnet ist. Und mit berühmten Söhnen, die die Welt veränderten. Leonardo da Vinci erblickte in Florenz das Licht der Welt. Galileo Galilei führte vom schiefen Turm von Pisa seine ersten Experimente aus.Giacomo Puccinis Geburtshaus steht in Lucca. Auch die weltberühmte MarionettePinocchio mit der langen Nase ist ein echter Florentiner. Die Toskana ist eine reine Liebeserklärung an die Lebensfreude.

Livorno verdankt seine Existenz dem bestens positionierten Seehafen nördlich der Arnomündung. Wer geglaubt hat, allein Venedig verbuche ein Anrecht auf Kanäle, der findet sich ganz schnell in einem Boot wieder, um auf bequeme Art die alte Medici-Stadt zu erkunden. Vorbei am neuen Fort und dem Mercato Centrale geht es unter Brücken hindurch ins farbenprächtige Neue Venedig. Angelegt wird am alten Fort, von wo aus schnell die schönsten Ecken der Stadt erreicht sind. Hat man diese fürs Fotoalbum festgehalten, erweist sich Livorno als idealer Ausgangspunkt, auch die schönsten Ecken der Toskana zu erkunden.

Wie etwa Florenz. Eine Stadtbesichtigung startet man am besten an der Piazza del Duomo mit der herrlichen Kathedrale S. Maria del Fiore. Der Dom mit seiner bunten Marmorverkleidung und der stattlichen Kuppel, die 1434 fertig gestellt wurde, ist das Wahrzeichen der Stadt und eines der schönsten Beispiele gotischer Architektur in der Toskana. Gleich gegenüber klopfen Besucher gern an die bronzene Paradiespforte desBaptisterium San Giovanni, die Taufkapelle von Florenz. Neben der Kathedrale steht der von Giotto entworfene, freistehende Glockenturm. Das 89 Meter hohe gotische Bauwerk wird als der schönste Campanile der Welt gerühmt. Berühmt ist auch die Piazza della Signoria, denn hier befindet sich der Palazzo Vecchio, das heutige Rathaus. Auch diese Sehenswürdigkeit kennt die ganze Welt: Ponte Vecchio über dem Arno, auf der sich die Juweliere und Goldschmiedewerkstätten aneinander reihen. Eines ist sicher: Florenz bietet noch sehr viel mehr für einen zweiten Besuch. Irgendwann.

Lucca, eine der schönsten Städte der Toskana, liegt in der Ebene des Flusses Serchio. Die mächtige Stadtmauer aus dem 18. Jahrhundert erlaubt einen Rundgang oberhalb der Stadt. Sie umschließt ein historisches Stadtzentrum mit mittelalterlichen Gassen, romanischen Kirchen und Renaissancepalästen. Es lohnt auch ein Besuch der Kirche San Frediano mit einem prächtigen Himmelfahrts-Mosaik im Giebelfeld. Als Wahrzeichen der Stadt gilt die Piazza Anfiteatro, die auf dem ovalen Grundriss eines römischen Amphitheaters errichtet wurden. Die Kathedrale San Martino mit ihrer romanischen Fassade ist das wichtigste Gotteshaus Luccas. Drinnen warten wundervolle Original-Gemälde von Tintoretto und Ghirlandaio auf den Betrachter.

Obwohl heute einige Kilometer vom Meer entfernt, besitzt Pisa eine glorreiche Vergangenheit als Seemacht. Weltberühmt ist die Piazza dei Miracoli, der Domplatz am Nordrand des Stadtzentrums mit dem „Schiefen Turm“ und dem Dom Santa Maria. DieKathedrale ist ein wundervolles Gebäude aus weißem und farbigem Carrara-Marmor. Mit dem Bau des Glockenturms wurde im Jahre 1174 begonnen. Nach sechsjähriger Bauzeit mussten die Arbeiten gestoppt werden, da der Turm wegen einer Bodensenkung zu kippen drohte. Wer genau hinschaut, sieht, dass ab dem dritten Stockwerk „der Neigung entgegen“gebaut wurde. Nachdem 1990 der Glockenturm für Besucher geschlossen werden musste, hat man ein Gegengewicht von 800 Tonnen Blei angebracht. Die Turmretter verringerten die Schieflage um fast 40 Zentimeter.

Unwirklich schön, geradezu ein Traumbild – so oder ähnlich hat schon mancher Reisender beim Anblick Sienas gestaunt. Doch das romantische Städtchen ist wirklich und schön zugleich. Hier fühlt man sich dem Mittelalter ganz nah. Schlanke Türme ragen aus einem Wirrwarr rotbrauner Ziegeldächer, und mittendrin erhebt sich der schwarz-weiß gestreifte Dom: ein einzigartiges, harmonisches Ensemble. Beim Stadtrundgang sollte man sich nicht auf die Highlights wie den Campo, den Palazzo Publico oder den Dom beschränken, sondern auch die unbekannten Winkel suchen und die einzigartige Atmosphäre genießen.

Genuss pur – dafür steht auch die wundervolle Landschaft der Toskana: Sanft geschwungene Hügel, Mohnblumenfelder und wohl geordnete Weinberge verwöhnen nicht nur das Auge, schließlich befindet man sich in der berühmten Chianti-Weinregion; unverzeihlich, hier ein edles Tröpfchen zu verschmähen. Auf einem Weingut in Vagliagliwerden die Besucher in die Geheimnisse der Produktion eingeweiht, und natürlich darf auch gekostet werden.

Wenn man dann den Blick über Hügel und Weinberge schweifen lässt und am vorzüglichen Chianti nippt, hat man eigentlich nur noch einen Wunsch: dass die Uhren einfach stehen bleiben…

Daten & Fakten

Klima

In der Toskana herrscht ein mild gemäßigtes Klima mit regionalen Unterschieden. Die Durchschnittstemperaturen liegen im Juli bei 26 °C und im Januar bei 7 °C.

Politik

Die Toskana ist eine von 20 Regionen Italiens. Die 1946 als Ergebnis eines Referendums ernannte Italienische Republik ist eine parlamentarische Demokratie mit dem Präsidenten als Staatsoberhaupt. Italien ist Mitglied der EU.

Sprache

Italienisch

Währung

Zahlungsmittel ist der Euro.