Limassol

Als Göttin der Liebe wird Aphrodite gewusst haben, warum Sie an Zyperns Küste den sanften Wogen des Meeres entstieg. Und Sie wissen es nach einigen Stunden auf dieser zauberhaften Insel auch. Denn auch heute noch finden Sie hier überall göttliche Plätze: ob irgendwo zwischen Orangen- und Zitronenbäumen, im schattigen Olivenhain eines malerischen Bergdorfes oder in einer der charmanten Städte.

Ob Sie Limassol, Nikosia oder Larnaca erkunden, überall können Sie die steinernen Zeugnisse vergangener Epochen bestaunen.

Hafen Limassol

Nikosia ist Hauptstadt der Republik Zypern und ihr Nordteil zudem Hauptstadt der Türkischen Republik Nordzypern. Eine solche Teilung ist weltweit einzigartig – und bietet viele spannende Entdeckungen. Die Altstadt des zypriotischen Teils ist von einer fast fünf Kilometer langen venezianischen Mauer umgeben. Und die unscheinbare Johannes-Kathedrale verbirgt ihre wahre Pracht im Inneren: Sie ist vollständig mit Fresken aus dem frühen 18. Jahrhundert ausgemalt. Die Grenze zum türkischen Teil Nikosias können Sie bequem zu Fuß überqueren. Nicht weit entfernt steht die Selimiye-Moschee, die eine echte Kuriosität ist. Das heute muslimische Bauwerk war ursprünglich eine Kathedrale und daher nicht nach Mekka ausgerichtet. Aber für das Problem gab es eine einfache Lösung: Alle Gebetsnischen und die Kanzel wurden schräg eingebaut.

Willkommen auf der Insel Zypern, auf der Sie gleich mit einer kleinen Zeitreise durch die Jahrhunderte starten können. Westlich von Limassol liegt das antike Stadtkönigreich Kourion: Auf der Bühne des imposanten griechisch-römischen Amphitheaters werden heute wieder Vorführungen gegeben. Das Haus des Eustolios war zu frühchristlicher Zeit ein öffentliches Erholungszentrum – mit Bäderkomplex und wunderschönen Mosaiken. Die Burg von Kolossi versetzt Sie hingegen in die Zeit des Mittelalters. Die Festung wurde 1291 zum Hauptquartier des Johanniterordens. Die Königsgräber in der Stadt Paphos gehen zurück auf die Frühzeit vor Christus und sind direkt in den harten Felsen gehauen. Am idyllischen Hafen steht ein von den Türken errichtetes kleines Fort. Die berühmteste Sehenswürdigkeit in Paphos ist das römische Haus des Dionysos. Die wundervollen Mosaike verzaubern jeden Besucher. Der Sage nach soll Aphrodite, die Göttin der Liebe, in der Nähe von Paphos an den sanften Wogen des Mittelmeeres entstiegen sein. Göttliche Plätzchen findet aber auch der irdische Zypernurlauber; irgendwo zwischen den Orangen- und Zitronenbäumen oder im schattigen alten Olivenhain eines malerischen Bergdorfes. Den Bädern der Aphrodite wird nachgesagt, dass derjenige, der aus der Quelle trinkt, jugendliche Schönheit und Kraft erlangt und sich sofort verliebt. Auch wenn diese wundersame Möglichkeit verlockend scheint, ist vom Trinken aus dem natürlichen Wasserbecken eher abzuraten.

Am Hang des 613 Meter hohen Berges Chárta steht das Kloster Agios Neofytos, eines der schönsten auf Zypern. Namensgeber war ein Heiliger, der hier 1159 eine Einsiedelei gründete, die bald zahlreiche fromme Männer anlockte. Sie lebten in Höhlen in einer Felswand. Die Ursprünge der heutigen Klostergebäude reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Noch viel älter ist das eisenzeitliche Königreich Marion, in der Nähe des Ortes Polis.

Die quirlige Gegenwart hat Sie wieder bei einem Spaziergang durch das lebhafte Zentrum von Limassol mit seinem bunten Markt. Wenn Sie mehr am heutigen Leben von Zyperns Landbevölkerung interessiert sind, sollten Sie Omodhos in der bekannten Weinregion Krassochoria als Ziel wählen. Es ist eines der schönsten Dörfer Zyperns. Hier dreht sich alles um den Rebensaft. Im „Kafeneon“ auf dem Dorfplatz ist guter Geschmack gefragt: Welcher Tropfen der Region mundet am besten? Im hübschen Dörfchen Monagri erleben Sie typische Architektur; die kleine Dorfkirche gehört zu den schönsten ihrer Art auf der Insel.

Die letzte geteilte Hauptstadt der Welt liegt im Zentrum der flachen Mesaória-Ebene. Zu Fuß gelangen Sie in den türkischen Teil der Stadt mit der Selimiye-Moschee. Im 13. Jahrhundert als Kathedrale erbaut, wandelten die Türken sie 1570 jedoch in eine Moschee um und hatten dabei ein Problem: Das Gotteshaus war nicht Richtung Mekka ausgerichtet. So wurden Gebetsnischen und die Kanzel einfach schräg eingebaut. Noch aus der Zeit der reisenden Händler stammt die große Karawanserei Büyük Han. Das zweistöckige Gebäude aus dem Jahre 1572 bot unten den Tieren und oben den Kaufleuten Herberge. Da ist es politisch absolut korrekt, dass hier ein türkisch-zypriotisches Kebab serviert wird. Den Kern des griechischen Nikosias bildet die liebevoll restaurierte Altstadt Laiki Geitonia, die von einer fast fünf Kilometer langen, venezianischen Mauer umgeben ist.

Larnaca wird nicht umsonst die Stadt der Palmen genannt. Der Spaziergang durch das lebhafte Zentrum führt zur Kirche des Heiligen Lazarus. Die prächtige Kirche wurde im 17. Jahrhundert getreu der Pläne aus dem 9. Jahrhundert restauriert und gilt deshalb als eines der schönsten Beispiele byzantinischer Architektur. Vorbei am nahe gelegenen Salzsee gelangen Sie zur Moschee Hala-Sultan-Tekke. Das Heiligtum wurde 1816 über dem Grab einer Verwandten des Propheten Mohammed erbaut und ist daher eine bedeutende islamische Wallfahrtsstätte. In der berühmten Angeloktisti-Kirche in Kiti können Sie herrliche Marienmosaike, die ältesten des Landes, bewundern. Das Dorf Lefkara ist berühmt für seine Stickereien, Spitzen und Silberarbeiten. Sogar Leonardo da Vinci soll hier eine Altardecke für den Mailänder Dom bestellt haben.

Zypern auf die lässige Art: mit dem spritzigen Taiti-Katamaran zu einem unvergesslichen Segeltag. Schwimmen, schnorcheln und relaxen – Urlaub ist angesagt. Oder ohne Segeln gleich zum dunklen Sandstrand unterhalb der antiken Stadt Kourion. Ob ein Bad im See der Adonis-Wasserfälle tatsächlich ewige Jugend und Schönheit garantiert, müssen Sie selbst herausfinden. Eine angenehme Abkühlung nach heißer Fahrt auf dem Quad durchs Naturschutzgebiet der Akamas-Halbinsel ist es allemal. Bei einer Jeeptour ins Troodosmassiv erleben Sie jede Menge unberührtes Zypern. Die Bergwelt können Sie auch bei einer Wanderung erkunden. Auf 1.500 Meter Höhe bringt Sie bequem der Bus und dann geht es von Platres aus per pedes durch die ursprüngliche Natur entlang eines Gebirgsbaches. Im malerischen Bergdorf Lania, das heute das Refugium vieler Maler geworden ist, können Sie sich in den kleinen Galerien von deren Können überzeugen.

Aber auch für die kleinen Urlauber gibt es hier ein großes Angebot. Der Watermania Wasserpark lässt die Herzen aller Wasserratten höherschlagen: Ob im großen Lazy-Fluss durch Grotten und Wasserfälle, im 3.000 Quadratmeter großen Wellen-Pool oder abwärts auf den höchsten Kamikaze-Rutschen Europas – hier bleiben Sie garantiert nicht trocken.

Daten & Fakten

Größe

Zypern ist mit einer Fläche von 9.851 km² die drittgrößte Insel im Mittelmeer. Einwohner: etwa 1 Million (80 % Griechenzyprioten, 20 % Türkenzyprioten). Hauptstadt ist Nikosia, Limassol mit ca. 150.000 Einwohnern ist zweitgrößte Stadt der Insel.

Klima

Mediterranes Klima mit milden Wintern und heißen Sommern. 310 Sonnentage im Jahresdurchschnitt. Gelegentliche Regenfälle nur zwischen Dezember und Februar. Zwischen April und November immer über 20 °C, im Juli und August auch bis 35 °C.

Politik

Die „Republik Zypern“ (60% der Landesfläche) ist eine parlamentarische Demokratie, die sich als Staat Gesamtzyperns versteht, dessen nördlicher Teil seit 1974 von der Türkei besetzt ist. Die „Türkische Republik Nordzypern“ (37% der Inselfläche), ebenfalls mit einem demokratisch gewählten Parlament, sieht sich als eigenständiger Staat in den von der Türkei geschaffenen Grenzen. 3% der Insel bilden eine Pufferzone zwischen beiden Teilen unter der Kontrolle der Vereinten Nationen.

Sprache

Landessprachen sind in den jeweiligen Landesteilen Griechisch und Türkisch, viele Zyprioten sprechen gutes Englisch.

Währung

Euro