Le Havre

Le Havre ist mehr als Ihr Tor zu Paris. Der zwischen 1945 und 1954 wieder aufgebaute Stadtkern mit seinen breiten Boulevards ist Teil des UNESCO-Welterbes. Hierbeibleiben oder ausschwärmen?

Die Wahl fällt schwer, denn nicht nur Paris lockt, sondern auch ein vielfältiges Ausflugsangebot zwischen beiden Städten. Wie wäre es mit der alten Seefahrerstadt Honfleur, wo der Bauernhof Ferme St. Simeon liegt, der als eine der Geburtsstätten des Impressionismus gilt?

Hafen Le Havre

Die Seine-Metropole macht es Ihnen leicht, sich zu verlieben. Weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm, der Triumphbogen, die Kathedrale Notre-Dame de Paris oder die Basilika Sacré-Coeur wetteifern um Ihre Aufmerksamkeit. Auch in den exklusiven Boutiquen auf den Champs-Élysées könnten Sie schnell Ihr Herz verlieren. Kunstliebhaber, die auf eigene Faust den Louvre besuchen, wird das rätselhafte Lächeln der Mona Lisa verzaubern. Ihr leichter Silberblick scheint dem Betrachter zu folgen, und mancher meint, die geheimnisvolle Schöne hätte ihm zugeblinzelt.

Die Geschichte hat es mit Le Havre, dem „Tor zum Meer“, nicht immer gut gemeint. Während ihrer unruhigen Vergangenheit wurde die Stadt mehrmals zerstört. Viele der alten Gebäude fielen 1944 den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer. Aber die Stadt erhob sich immer wieder mit Würde aus dem Schutt wie der berühmte Phönix aus der Asche. Beim letzten Wiederaufbau zeichnete Architekt Auguste Perret einen Grundriss mit breiten Boulevards und weiträumig angelegten Plätzen. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut, die Kirchen und Relikte, die den Zahn der Zeit überlebt hatten, in die Pläne für die neue City zu integrieren. Da die „Skyline“ eher niedrig und bescheiden gehalten wurde, kann man das Meer von fast jeder Straße aus sehen. Als modernes Zentrum der Kunst und Geschichte im Nordwesten von Frankreich gelegen, hat Le Havre dem Besucher eine Menge zu bieten. Die pulsierende Hafenstadt ist zudem idealer Ausgangsort, um die liebliche Landschaft und mittelalterlichen Städte der Normandie zu erkunden, die schon so manchen Künstler inspiriert haben. Vom Wasser aus betrachtet kann Le Havre also auch als „Tor zur Normandie“ bezeichnet werden. Und dank der nahen Autobahn ist Frankreichs glänzende Metropole Paris auch nur drei Busstunden entfernt…

Die Hauptsehenswürdigkeiten von Paris sind allemal die Anreise wert: Da ist natürlich der Eiffelturm, das bekannteste Wahrzeichen der Seine-Metropole, sowie die edlen Geschäfte an den Champs-Elysées. Atem beraubend auch der Place de la Concorde, der mit seiner schieren Größe beeindruckt. Der Triumphbogen sieht schon beim ersten Anblick irgendwie vertraut aus, und auch die berühmte Kathedrale Notre Dame de Paris weckt Erinnerungen. Wahlweise kann man viele dieser Wahrzeichen auch stilvoll an sich vorbeiziehen lassen: Während einer Bootsfahrt auf der Seine ist Paris besonders romantisch. Wer die Stadt gerne auf eigene Faust erkunden will, sollte das hervorragende Metro-Netz nutzen.

Im bezaubernden Fischerdorf Honfleur mit seinen typischen Holzbauten am Südufer des Seine-Deltas scheint alles noch so zu sein, wie es die Musiker und Künstler vor 150 Jahren vorgefunden und lieb gewonnen hatten. Die französischen Impressionisten trafen sich hier zum ersten Mal, der Maler Eugène Boudin hatte den größten Einfluss auf die Stadt. Neben der Lieutenance und den alten Salzlagerhallen lohnt es besonders, sich die hölzerne Kirche Ste.-Catherine aus dem 15. Jahrhundert anzuschauen, deren abseits stehender Glockenturm den Glöcknern damals auch als Domizil diente, und der von Monet so begeistert gemalt worden war. Im nur 20 Kilometer entfernten Seebad Deauville mit seinen aufwendig verzierten Herrschaftshäusern gibt es reichlich Gelegenheit, die französische Lebensart zu studieren. Spazieren Sie über Les Planches, die hölzerne Promenade parallel zum Strand, oder nippen Sie gelassen an einem Pernod in der „Bar du Soleil“.

Rouen, die größte Stadt der Normandie, gibt sich ganz mittelalterlich. Das bekannteste Wahrzeichen ist die Kathedrale Notre Dame, ein ausgezeichnetes Exemplar der französischen Gotik mit der höchsten Turmspitze ganz Frankreichs. Die ca. 700 Jahre alten Häuser, zur Hälfte aus Holz gebaut, sind am besten entlang der mehr als drei Kilometer langen Fußgängerzone Rue du Gros-Horloge zu besichtigen, die von der Kathedrale zum Place du Vieux-Marché führt, auf dem 1431 Jeanne d‘Arc verbrannt wurde. Gotisch bis in die Turmspitze ist auch die wunderschöne Kirche St. Maclou. Aber auch die großartigen Ruinen der ehemaligen Abtei in Jumièges oder die romanische Pfarrkirche St. Georges in Saint Martin de Bocherville in der Umgebung von Rouen sind eine Besichtigung wert.

Kunstfreunde sollten Giverny, dem Wohnort des Malers Claude Monet, einen Besuch abstatten. Hier ist das Wohnhaus des Künstlers und auch der Garten, den er auf vielen seiner Gemälde verewigte, zu besichtigen. In einem Gasthaus wird sogar nach Monets Rezepten gekocht.

Ein Besuch des alten Seebades Fécamp lohnt allein schon wegen der Fahrt durch die beschauliche Landschaft der Normandie. Außerdem erlaubt der Bénedictine-Palast seinen Besuchern einen Blick in das Kunstmuseum und die eigene Destille, wobei das Rezept für den Benediktiner-Likör aus 27 verschiedenen Gewürzen und Kräutern seit 1510 ein wohl gehütetes Geheimnis bleibt. Beim Probiertrunk kann man sich dann im „Gewürze-Raten“ versuchen… Harmonischer Abschluss ist die Fahrt entlang der Küstenstraße Cote d'Albatre nach Étretat. Die gewaltige Landschaft mit ihren hohen Kreidefelsen, Klippen und schäumenden Wellen inspirierte bereits Impressionisten wie Monet – und wird auch Sie nicht unberührt lassen!

Daten & Fakten

Klima

Mildes, ausgeglichenes Klima mit ca. 17 °C im Frühling und Herbst.

Politik

Die französische Republik ist eine parlamentarische Demokratie und Mitglied der EU.

Sprache

Französisch

Währung

Euro

 

AIDA Kreuzfahrten mit Le Havre