La Palma

Die Landschaft von La Palma bietet ein überwältigendes Bild: Schroffe Vulkanlandschaften in Schwarz oder Rot, das leuchtende Grün der üppigen Vegetation und dazu das tiefe Blau des Atlantiks malen eine eindrucksvolle Insel. Wie mit dem Pinsel hingetupft, leuchten darin die weißen Häuschen der Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma.

Mit gerade einmal zwei Millionen Jahren ist La Palma geologisch gesehen die jüngste Insel der Kanaren. Die Vulkane, denen die Insel ihre Entstehung verdankt, spielen auch heute noch eine entscheidende Rolle.

Hafen La Palma

Die Insel in Herzform ist zum Verlieben. Zwar zeigt sich der Nationalpark Caldera de Taburiente vom ersten Moment an von seiner rauen Seite – doch die ist wunderschön. Kommen Sie mit uns auf eine Tour über versteinerte Lavaströme sowie durch zerklüftete Vulkankrater und lassen Sie sich zwischendurch immer wieder vom fantastischen Ausblick über die Insel und den unendlich weiten Atlantik begeistern. Eine ganz andere Art von Genuss finden Sie in der Tabak-Finca El Sitio: den von Premium-Zigarren und Wein.

Vulkane haben La Palma vor zwei Millionen Jahren ins Meer „gespuckt“. Und Vulkane bilden heute ihr Rückgrat. Ein Hochgebirgsmassiv, die Cumbre, teilt La Palma von Nord nach Süd in zwei Hälften. Teneguia, der letzte in der Reihe, spie noch 1971 Feuer und Asche. Geographischer Mittelpunkt La Palmas ist ein gigantisches Loch: Der Krater der Caldera de Taburiente mit neun Kilometern Durchmesser. Der dazugehörige Nationalpark fasziniert mit seiner Wildheit. Imposante Felswände erheben sich malerisch mehr als 1.000 Meter hoch über Kiefernwälder. Erkaltetes Vulkangestein präsentiert sich mal als grauer Lavastrom, dann wieder als Kegelstumpf aus gelbem, violettem und rotem Schmelzmaterial. Immerhin schon ein halbes Jahrhundert steht die gewaltige Landschaft unter Naturschutz. Wenn Sie sich nicht per pedes aufmachen mögen, sollten Sie auf jeden Fall einen Blick vom Aussichtspunkt La Cumbrecita oder San Bartolo de la Galga wagen. Nördlich davon erhebt sich mit 2.426 Metern der höchste Berg der Insel – der Roque de los Muchachos.

Auf der Ostseite schmiegt sich die Inselhauptstadt Santa Cruz in eine Meeresbucht. Schon Kolumbus machte hier Station, bevor er gen Westen weitersegelte. Ein Nachbau der „Santa Maria“ erinnert heute an den großen Eroberer. Sicher kam er damals noch nicht in den Genuss der hervorragenden „puros“, der Zigarren, die auf La Palma zum Teil sogar noch in Handarbeit hergestellt werden. Sie stehen den „Havannas“ an Qualität in nichts nach, wohl aber im Preis! Davon können Sie sich beim Besuch einer Zigarrenmanufaktur überzeugen.

Dichtes, üppiges Grün überzieht die Berghänge und tiefen Schluchten von Los Tilos. Hier trifft der Wanderer auf den berühmten Lorbeerwald, der vor Millionen von Jahren den gesamten Mittelmeerraum überzog. Die UNESCO erklärte die Region 1983 zum Biosphärenreservat, heute umfasst es 14.000 Hektar – das ist fast der gesamte Nordosten der Insel! Den vielleicht spektakulärsten Teil des dichten Lorbeerwaldes können Sie von La Galga aus erwandern. Vom 900 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt La Somada Alta haben Sie eine hervorragende Sicht auf die kleinen Dörfer des Nordostens der Insel.

San Andres, um 1500 einer der wichtigsten Orte der Insel, versprüht noch heute mit seiner Architektur und den engen, steilen Pflastersteingassen den Charme jener Zeit, als das begehrte Zuckerrohr auf den Feldern Reichtum und Wohlstand bedeutete. Der 657 Meter hohe Vulkan San Antonio hat bereits 3.200 Jahre auf dem Buckel. Mit seinem gleichmäßigen Krater ist er geradezu ein „Bilderbuch-Vulkan“. Von seinem Kegelrand haben Sie einen Traumblick über die Insel und die sanften Hügel. Obwohl nicht einmal 450 Meter hoch, ist der Teneguia der Jüngste im Reigen der Feuerspucker. Der letzte Ausbruch ist noch heute die Ursache für warme Füße – das Gestein ist stellenweise nur wenige Zentimeter unter der Erde noch sehr heiß. Einen puren Einblick in die bizarre Vulkanlandschaft bekommen Sie bei einer Wanderung zwischen den beiden Vulkanen. Wanderer bezeichnen die Vulkanrouten als die beeindruckendsten Touren auf der Insel, Taucher schwärmen von der faszinierenden Lava-Landschaft unter Wasser. Wann werden Sie ein „Lava-Lover“?

Etwas außerhalb von Santa Cruz befindet sich in Las Nieves das Santuario de la Virgen de las Nieves – Heiligtum der Schutzpatronin der Insel. Die „Jungfrau vom Schnee“ wird bei allerlei Sorgen und Nöten angerufen; Schneestürme gehören seltener dazu. Durch fruchtbares Ackerland führt die Straße nach Breña Alta, eine Gegend, die für ihre Obstplantagen und Tabakpflanzungen bekannt ist. In Fuencaliente drängt sich der eigenwillige Kontrast zwischen Weingärten und vulkanischen Kratern auf. Und so ganz nebenbei sollten Sie den inseleigenen Wein probieren.

Kommen Sie mit, Kunst und Kunstvolles auf La Palma zu entdecken: Im Zentrum der Insel liegt Los Llanos de Aridane. In der zweitgrößten, lebhaften Stadt sorgen großflächige Bilder auf Hausfassaden für außergewöhnliche Eindrücke. Nicht weit von hier befindet sich das Örtchen Las Manchas, in dem La Glorieta zu einem Anziehungspunkt geworden ist. Luis Morera, der 1946 geborene Sohn der Insel und Schüler César Manriques entwarf und gestaltete den Platz kunstvoll mit Mosaiken. Mazo hingegen hat sich mit seinem in einer alten Windmühle untergebrachten Töpfereibetrieb „El Molino“ auf die Tonarbeiten der Benahorita spezialisiert. Die käuflichen Reproduktionen basieren auf der Kunst der ehemaligen Ureinwohner La Palmas und sind ein beliebtes Souvenir. Mazo können Sie auch mit den vierrädrigen Quads und Buggys „erfahren“, wenn es abseits der Straßen durch die wilde Natur La Palmas geht.

Tolle Aussichten, Natur und Kultur – das ist La Palma! Und Sie merken hier nichts davon, dass die glühend heiße afrikanische Sahara nur ein paar hundert Kilometer entfernt liegt. „La Isla Bonita“ kennt weder Hitzemonate noch Frost, sondern ist einfach nur schön.

Daten & Fakten

Größe

La Palma ist eine der kleineren Inseln im Kanarischen Archipel, auf 47 km Länge und 29 km Breite leben ca. 90.000 Einwohner. Hauptstadt der Insel ist Santa Cruz de La Palma.

Klima

Subtropisches Klima, im Norden und Osten der Insel fast ganzjährig Niederschläge und Nebel; üppige Vegetation. Im Süden und Westen Regen nur im Winter; eher spärlicher Pflanzenwuchs. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen in St. Cruz liegen bei 21 °C im Januar und 27 °C im August.

Politik

Die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln besitzen Autonomie-Status. La Palma gehört zur spanischen Region Las Canarias und ist der EU erst nach einigen Zugeständnissen beigetreten.

Sprache

Spanisch

Währung

Euro