La Coruna

In dieser Stadt pilgern nicht nur spanische Fußball-Fans zu den Spielen von Deportivo La Coruna, sondern auch Menschen aus der ganzen Welt auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Und natürlich können auch Sie bei einem Ausflug die mächtige Kathedrale im Wallfahrtsort bewundern, die angeblich über dem Grab des Apostels Jakobus steht.

Die Kirche gehört mit der gesamten Altstadt Santiagos zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Hafen La Coruna

Willkommen in der „Kristallstadt“! Wenn Sie mit eigenen Augen sehen wollen, wie La Coruña zu diesem wunderschönen Beinamen gekommen ist, begleiten Sie uns doch in die Innenstadt. Hier werden Sie in der Nähe des Hafens durch das Funkeln der galicischen Sonne begrüßt – sie spiegelt sich überall in den verglasten Fassaden und Balkonen der prachtvollen Galeriehäuser. Nicht weit von La Coruña entfernt, wartet ein weiteres Juwel auf Sie: Santiago de Compostela. Die gesamte Altstadt des berühmten Wallfahrtsorts zählt zum Weltkulturerbe, und die reich geschmückte Kathedrale birgt die Reliquien des Apostels Jakobus.

Das mit dem Obst und den sauberen Brunnen ist nicht alles: „Das Land ist voller Wälder … Roggenbrot und Apfelwein, Vieh und Pferde, Milch und Honig sind reichlich vorhanden.“ So nachzulesen im ersten Reiseführer der Geschichte, dem „Codex Calixtinus“ von 1139. Die sachlichen Beschreibungen haben selbst Jahrhunderte später nichts an Aktualität eingebüßt: Galicien gilt bis heute als die Destination für den Natur- und Kultururlaub. Der heilige Apostel Jakobus tat ein Übriges, damit Galicien auf der Karte europäischer Pilgerstätten einen festen Platz erhielt – durch die Entdeckung seiner sagenumwobenen Grabstätte im damals noch recht jungen Städtchen Santiago de Compostela.

La Coruña ist die Hauptstadt der Provinz Galicien in Spaniens grünem Norden. Nahe des Hafens fällt eine Besonderheit auf: Verglaste Balkone und Hunderte von Fenstern lassen La Coruñas Spitznamen „Kristallstadt“ durchblicken. Die Promenade ist die längste Europas und führt entlang der Küste fast um die ganze Stadt herum. Hier steht auf einer vorgelagerten Insel auch die mächtige Hafenfestung San Anton, in der sich heute das Archäologische Museum der Stadt befindet. Als weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt erhebt sich der Leuchtturm Torre de Hercules, der sogar das Wappen der Stadt ziert, ca. zwei Kilometer außerhalb der Stadt auf einem Felsen. Er wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. von den Römern erbaut und ist der älteste noch betriebene Leuchtturm. Im 18. Jahrhundert erhielt er sein heutiges Aussehen. Das eigentliche Stadtzentrum entdecken Sie am Maria-Pita-Platz mit dem Rathaus. In den schmalen Straßen rundum können Sie das ureigene Ambiente der Stadt erleben. Eventuell riechen Sie dann auch den Queimada – ein traditionelles Getränk dieser Region, das nicht nur bestimmter Zutaten bedarf, sondern auch mit einem „Zauberspruch“ gegen den bösen Einfluss von Hexen versehen wird.

Romantische Gassen, schattige Hauseingänge, verträumte Plätzchen, alte Paläste, Kirchen, Klöster und Steintreppen: Santiago de Compostela gilt als eine der sehenswertesten Städte in ganz Spanien. Fast 120.000 Pilger wandern jedes Jahr auf dem 750 Kilometer langen „Jakobsweg“ durch Galicien. Der Lohn ihrer Mühen: die Umarmung der mit Muscheln besetzten Statue des Heiligen Jakob in der Kathedrale von Santiago, deren barocke Zwillingstürme das Erscheinungsbild dieses Wallfahrtsortes prägen. An hohen Festtagen bietet sich die Gelegenheit, der Botafumeiro-Zeremonie beizuwohnen, bei der ein gigantisches Weihrauchfass von acht Männern von einer Seite der Kirche zur anderen geschwungen wird. Das frühromanische Gotteshaus hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes und wurde zwischen 1060 und 1211 erbaut. Es säumt die Ostseite des riesigen Plaza del Obradoiro, einem der beeindruckendsten Plätze Spaniens. Diesen können Sie vom 30 Meter hohen Dachstuhl der Kathedrale aus auch einmal aus einer anderen Perspektive bewundern. Die beste Adresse am Ort für ein gepflegtes Mittagsmahl ist das Hotel Reyes Catolicos, früher eine einfache Unterkunft für müde und hungrige Pilger, heute ein luxuriöses 5-Sterne-Hotel. Im eindrucksvollen Speisesaal werden zum Nachtisch typische „Tuna“-Klänge von einer Gesangsgruppe serviert. Die Stadt des Apostels versteht es offensichtlich, auch das irdische Leben zu genießen …

Wenn Sie ein Pflanzenfreund sind, können Sie sich schon den Oca-Palast („Palast der Gans“) vormerken, eine bezaubernde Anlage mit mehreren kleinen Häusern und einer Kapelle. Die Gartenanlage des wunderschönen Gebäudes aus dem 17. Jahrhundert wird von einem Aquädukt mit Wasser versorgt. Der Name kommt von den Gänsen, Schwänen und Enten, die sich in den Teichen tummeln. Aber auch in der im französischen Stil arrangierten Anlage des Herrenhauses Pazo de Marinan können Sie sich an herrlicher Gartenkunst erfreuen. Die ursprüngliche galicische Landschaft mit ihren Bergen, grünen Pinien- und Eukalyptuswäldern und mächtigen Flüssen erleben Sie aktiv beim Rafting. Der zweitlängste Fluss Galiciens Ulla lädt zum Wassersportvergnügen im Schlauchboot ein. Ruhiges Wasser und Stromschnellen wechseln sich dabei ab, nichts für Wasserscheue!

Betanzos war einst eine der Hauptstädte des galicischen Königreichs. Genießen Sie hier für ein paar Augenblicke die Ruhe in der gotischen Klosterkirche San Francisco aus dem 14. Jahrhundert. Im Inneren befindet sich die Gruft von Fernan Perez de Andrade, einem bekannten Ritter des Mittelalters. Eine weitere Spur der Andrades finden Sie im Fischerort Pontedeume. Hier steht der wappenverzierte Turm des alten Palastes der Familie. Von Betanzos führt eine gewundene Küstenstraße an weißen Sandstränden vorbei zum kleinen Dorf Santa Cruz. Bei Wein und Snacks haben Sie von hier einen grandiosen Blick auf La Coruña.

„Ich bin dann mal weg“ – inzwischen kennt fast jeder diesen Satz in Verbindung mit dem Jakobsweg. Bevor Sie über die volle Länge von 800 Kilometern nachdenken, können Sie schon mal einen Testlauf machen. Die Gegend um Melide ist mit ihren Wiesen, Bauernhäusern und Eukalyptuswäldern wie gemacht, um sich auf die Spuren des Apostels Jakobus zu begeben. Vorher steht noch das Kloster Santa Maria in Sobrado auf dem Programm. Gegründet vor 1000 Jahren, atmen diese Mauern wahrhaft Geschichte und noch heute leben in ihm Mönche.

Sie werden sehen, Galicien ist immer eine Reise wert!

Daten & Fakten

Größe

Im Nordwesten Spaniens erstreckt sich über 30.000 km2 die Region Galicien. Sie wird auch das „Land der 1.000 Flüsse“ genannt. La Coruña ist die seit der Antike bewohnte Provinzhauptstadt. Hier leben ca. 246.000 Menschen.

Klima

Das Klima in der Region wird vom Atlantik geprägt und ist ausgesprochen mild. Die Durchschnittstemperaturen an der Küste liegen im April bei 12 °C, im August bei 20 °C und im Oktober bei 15 °C. Der Nordwesten Galiciens ist mit rund 150 Regentagen im Jahr die regenreichste Region Spaniens.

Politik

Spanien ist seit 1978 eine parlamentarische Monarchie mit einem Zweikammerparlament. La Coruña ist eine der vier Provinzen, die zur autonomen Verwaltungsregion Galicien gehören.

Sprache

Spanisch und Galicisch

Währung

Zahlungsmittel ist der Euro.