Korfu

Schon vom Wasser aus wird Ihnen auf den ersten Blick klar, dass Sie eigentlich gar nicht mehr wegwollen! Also nichts wie an Land und den Aufenthalt genießen! Unzählige Oliven- und Eukalyptusbäume, Zypressen und sogar prachtvolle Orchideen lassen die Insel wie einen riesigen Garten erscheinen. Korfu-Stadt bietet nicht nur eine, sondern gleich zwei imposante Festungen venezianischen Ursprungs.

Hafen Korfu

Die natürliche Schönheit Korfus versteckt sich unter einem Mantel smaragdgrüner Olivenbäume. Besonders bei der Annäherung mit dem Schiff fällt die bergige Silhouette auf, die vom blausten aller blauen Wasser umspült wird. Gäste aus aller Welt schätzen die korfiotische Gastfreundschaft, die elegante Architektur, die sonnenverwöhnten Strände und die exzellente Küche. Im Landesinneren warten spektakuläre Landschaften auf ihre Entdecker. Der Norden fasziniert mit einem kilometerlangen, weißen Sandsteinkliff. Im Osten befinden sich Ortschaften, in denen das Leben seit Jahrhunderten seinen betont gelassenen Gang geht. Wichtigster Exportartikel ist Olivenöl. Und so ein edles Produkt reift halt nicht über Nacht. Machen Sie es wie die Landbevölkerung. Nehmen Sie den Tag auf Korfu, wie er kommt. Genießen Sie den wahren Charme der Smaragd-Insel. Und finden Sie heraus, warum Sissi die Insel „den schönsten Punkt der Welt“ nannte …

Die berühmteste Immobilie der Insel ist das Achillion – ein klassisch-pompejanisches Märchenschloss, dessen Bau sich Österreichs Kaiserin Elisabeth („Sissi“) 9 Millionen Goldfrancs kosten ließ. Sissi kränkelte seit 1861 und ihr Arzt verordnete ihr eine tägliche „Dosis Korfu“. Der kaiserlichen Familie allerdings war der pompöse Schlossbau eher ein Dorn im Auge. Die neueren Möbel ganz in Weiß mit Goldauflage entsprechen übrigens nicht „Sissis“ Geschmack. Die hat Kaiser Wilhelm II. aus Berlin anliefern lassen – nachdem er 1907 das Schloss auf der schönsten Insel des Mittelmeeres den erfreuten Wiener Vorbesitzern abgekauft hatte. Vom prachtvollen Schlossgarten aus ist ein weiter Blick über Korfu bis zum 906 Meter hohen Pantokrator möglich. Eine eigene Hafenanlegestelle gibt es natürlich auch. Das Anwesen befindet sich heute in griechischem Staatsbesitz. Der Preis: Unbezahlbar!

Auch Korfu-Stadt kann sich sehen lassen. Die meisten Häuser stammen aus vergangenen Jahrhunderten, die venezianischen Besatzer von einst haben den Baustil am nachhaltigsten geprägt. Von ihnen stammt wohl auch die Sitte, die Wäsche in den schmalen Gassen (den sog. Kantounas) der Altstadt vor den Fenstern hängend zu trocknen. Das besondere Flair machen sicherlich die Kolonnaden aus. An der berühmten Esplanade reihen sich die Cafés aneinander, locken Stühle und Tische im Schatten zu einem kühlen Frappé. Die Ostseite dominiert die Venezianische Festung (Paleo Frurio), deren Bauten und Mauern größtenteils aus britischer Zeit stammen. Ein Bummel durchs Cambiello-Viertel führt zur Kirche der Stadtheiligen Agios Spiridon, dem wichtigsten Gotteshaus der Insel mit einem markanten Glockenturm. Beim Betreten hält man unwillkürlich den Atem an, denn im Inneren schmücken barocke Gemälde im Überfluss die Decken und Wände.

Vor einer Kulisse aus dicht mit Zypressen und Olivenbäumen bewachsenen Hügeln liegt Paleokastritsa. Der eigentliche Ortskern unten am Wasser ist winzig, die Häuser stehen locker in den Olivenhainen verstreut, ein richtiges Dorf im Grünen! Die Hauptattraktion ist allerdings Korfus schönstes Kloster Panagía Theotokós oben auf dem Felsen. Der byzantinische Klosterhof ist ausgesprochen inspirierend. In der Kirche aus dem 18. Jahrhundert mit bemalter Flachdecke sind zwei Ikonen mit Szenen aus der Schöpfungsgeschichte zu bewundern. Nach einem Spaziergang durch Kato Garouna, dem ältesten traditionellen Dorf Korfus, führt der Weg zu einem weiteren Fischerort mit bewegter Vergangenheit: In Benitses wurden Reste einer Privatvilla mit römischem Badehaus gefunden. Forscher vertreten die Theorie, dass Benitses einst ein wichtiger römischer Hafen gewesen ist. Heute genießen Sie von hier den Postkarten-Blick auf Pontikonissi, was übersetzt Mäuseinsel heißt. Sie soll einer der Lieblingsplätze von „Sissi“ gewesen sein.

Eine Inselrundfahrt führt auch am alten Bergdorf Makrades vorbei. Die gerade einmal 300 Bewohner haben sich auf die Produktion und den Verkauf von Kräutern, Olivenöl und heimischem Landwein spezialisiert. Den Appetit, den Sie sich hier geholt haben, können Sie in dem Hafenstädtchen Kassiopi stillen, das malerisch zwischen zwei Buchten gegenüber der albanischen Küste liegt.

Statt Kultur lieber Beach-Fun satt? Lassen Sie sich auf dem traditionellen Kaiki, einem Fischerboot, zu den schönsten Stränden Korfus bringen und mit einem griechischen Barbecue am Meer verwöhnen. Oder ohne Boot gleich an den Sandstrand von Dassia oder Glyfada und aalen… Urlaub, wie er sein soll!

Daten & Fakten

Größe

Die Inselfläche beträgt ca. 592 km², Länge (Nord-Süd): 56,4 km; Breite (West-Ost): 42,2 km; das Eiland zählt ca. 113.000 Einwohner.

Klima

Milde, regnerische Winter und heiße, trockene Sommer, im Winter (kälteste Monate sind Januar und Februar) immerhin noch ca. 16 °C.

Politik

Korfu gehört zu Griechenland, das seit 1973 eine parlamentarische Republik mit einem Einkammerparlament ist. Griechenland ist EU-Mitglied.

Sprache

Dhimotiki (neugriechisch)

Währung

Euro