In der Nähe des kleinen Hafenortes Katakolon erwartet Sie ein ganz besonderes Highlight: Olympia – die Geburtsstätte der olympischen Spiele. Hier fanden seit 776 v. Chr. alle vier Jahre die Wettspiele zu Ehren des Gottes Zeus statt.

Von „seinem“ Tempel und dem ersten der sieben antiken Weltwunder, einer 13 m hohen Zeusstatue aus Gold und Elfenbein, ist heute zwar nur ein gigantisches Ruinenfeld erhalten, ein Besuch des Heiligtums ist dennoch unvergesslich. Auch den Tempel der Hera sollten Sie sich ansehen.

Hafen Katakolon

Der kleine Hafen von Katakolon lockt mit seinem ursprünglichen Charme. Doch die meisten Besucher kennen nur ein Ziel: Olympia. Am Ort der archäologischen Ausgrabungsstätte fanden in der Antike alle vier Jahre Wettkämpfe zu Ehren von Zeus statt. Seit Wiedereinführung der Spiele im Jahr 1894 wird hier das Olympische Feuer entzündet und dann von Fackelläufern zum jeweiligen Austragungsort gebracht. Bei einem Rundgang durch das antike Olympia springt der Funke bestimmt auch auf Sie über!

Katakolon ist ein winziger Hafenort an der Westküste des Peloponnes. Seine 600 Einwohner haben sich mittlerweile daran gewöhnt, dass alle Ankömmlinge nur ein Ziel haben: Olympia, die Geburtsstätte des größten „Sportfestes der Welt“. Vom Jahre 776 v. Chr. an fanden hier alle vier Jahre Wettspiele zu Ehren des Gottes Zeus statt. Lange bevor es Fernsehrechte, Bannerwerbung und Designersportkleidung gab. Einfach nur, um zu sehen, wer der Schnellste war. Zugegeben, es ging auch damals schon um etwas mehr. Denn der Sieger war der Held, errang Ruhm, Reichtum und Ansehen. Die Verlierer jedoch ernteten Spott und Häme, wurden beschimpft. Bereits im 4. vorchristlichen Jahrhundert gab es die ersten Fälle von Schiebung in Olympia. Und völlig aus dem Ruder gerieten die Wettkämpfe zu Zeiten des Römischen Reichs. Insbesondere der 211. Wettkampf war kaum mehr als eine Farce: Kaiser Nero kam, sah und siegte „überraschend“ in allen sechs Disziplinen, in denen er antrat. Das Ende für die Spiele kam 393 n. Chr. mit dem Verbot durch den byzantinischen Kaiser Theodosios. Doch seitdem im Jahre 1896 in Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit stattfanden, wird wieder alle vier Jahre im Stadion von Olympia das Olympische Feuer entzündet. Fackelläufer bringen es heutzutage in das jeweilige Austragungsland der Spiele. An diesem historischen Ort zu sein und mit jedem Schritt Geschichte zu berühren, hat fast schon etwas von einem persönlichen Zieleinlauf. Also nichts wie hin: „Auf die Plätze, fertig … Olympia!“

Die archäologische Ausgrabungsstätte von Olympia liegt nur 40 Kilometer östlich von Katakolon in der Region Elis. Der Hera-Tempel (Heraion) wurde etwa 600 v. Chr. erbaut und ist somit einer der ältesten Tempel in Griechenland. Das rundum von dorischen Säulen begrenzte Gebäude war etwa 50 Meter lang. Im Inneren des Tempels befand sich einst eine Statue der Göttin Hera, nur der Kopf ist bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Östlich des Hera-Tempels befindet sich der Altar der Göttin, an dem in unseren Tagen die Olympische Flamme entzündet wird. Der Zeus-Tempel war das größte Bauwerk des Heiligtums von Olympia. Er wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. auf einem Stufenbau errichtet und beherrschte, dem Status des Göttervaters Zeus entsprechend, die gesamte Umgebung. Hier befand sich einst auch das erste der Sieben Weltwunder der Antike: eine fast 13 Meter hohe Statue des obersten Gottes aus Gold und Elfenbein. Die riesigen Säulen des Tempels stürzten um und bilden heute ein gigantisches Trümmerfeld. Einst ein großes, zweistöckiges Bauwerk mit fast quadratischem Grundriss, diente das im Jahre 350 v. Chr. erbaute Leonidaion den wohlhabenden Besuchern der Olympischen Spiele als Hotel und Gästehaus. Außen erhoben sich 138 stolze ionische Säulen, drinnen befanden sich ein künstlicher See sowie ein Garten. In der im 3. Jahrhundert v. Chr. errichteten Palästra bereiteten sich die Faustkämpfer und Ringer auf die Wettkämpfe vor. Eine Besonderheit des Innenhofs sind die gerippten Pflastersteine, welche ein Rutschen der Athleten verhinderten. Der größte Teil des Gymnasions ist noch unter den Erdmassen verborgen – von der etwa 210 Meter langen östlichen Säulenhalle wurden bisher nur 80 Meter ausgegraben. Das Stadion schließlich befindet sich an der Ostseite des Heiligtums von Olympia. Hier fanden etwa 30.000 Zuschauer Platz, Sitzplätze gab es nicht. Die Startlinie für die Laufwettkämpfe befand sich an der Ostseite des Stadions und ist durch eine Reihe von Steinen markiert. Die Laufbahn selber hatte eine Länge von exakt 192,25 Metern, was auf den Zentimeter genau dem „Stadion“ (altgriechisches Längenmaß) entspricht – Ordnung muss sein! Nach dem Besuch der Ausgrabungsstätte bietet sich ein Sprung ins Archäologische Museum von Olympia an. Es wurde gegenüber der Ruinen erbaut und zählt zu den herausragendsten Museen ganz Griechenlands. Zu sehen ist eine Sammlung von Artefakten, Bronzestatuen und Skulpturen aus dem Zeus-Heiligtum von Olympia. Zudem gibt es eine spezielle Ausstellung zu den Olympischen Spielen der Antike, in der unter anderem Halfter, Disken, Opfergaben und Dreifüße präsentiert werden.

Nach alt kommt neu! Wenn Sie das Alternativprogramm suchen, sind Sie im modernen Olympia unterhalb des Ausgrabungsgeländes gut aufgehoben. Hier können Sie sich in einem der zahlreichen Cafés erfrischen und draußen auf der Terrasse die Atmosphäre des pittoresken Dorfes genießen. Oder Sie besuchen das Wein- und Olivengut Magna Grecia im Herzen einer schon Jahrhunderte landwirtschaftlich genutzten Inselregion. Hier erfahren Sie nicht nur interessante Fakten über den Olivenbaum sondern können auch eine köstliche Auswahl aus der griechischen Appetithappen-Sammlung „Meze“ probieren. Da dürfen natürlich ein Ouzo und die lokal produzierten Weine nicht fehlen. Aber auch direkt an der schönen Wasserfront in Katakolon wartet eine Auswahl an „Meze“-Häppchen auf den hungrigen Besucher. Übrigens servieren die Kellner hier nicht nur sondern wagen gern auch mal ein Tänzchen.

In Griechenland geht die Kultur eben auch durch den Magen.

Daten & Fakten

Größe

Der Peloponnes (15.550 km²) ist eine Halbinsel, die mit dem südlichen Festland Griechenlands durch den Isthmus von Korinth verbunden ist. Katakolon liegt an der Westküste des Peloponnes und hat 600 Einwohner.

Klima

Es herrscht mediterranes Klima mit trockenen, heißen Sommern und niederschlagsreichen Wintern vor. Mit kurzen, warmen Regenschauern muss ab Mitte September gerechnet werden.

Politik

Griechenland ist seit 1973 eine parlamentarische Republik mit einem Einkammerparlament (300 Abgeordnete). Griechenland ist EU-Mitglied.

Sprache

Dhimotiki (neugriechisch)

Währung

Euro

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