Am nördlichen Abhang des Karmelgebirges scheint diese Stadt ins Mittelmeer hinabzufließen – und mündet dort in Israels größten Hafen. Den besten Blick über die Stadt bietet die Louis Promenade, die sich etwa auf halber Höhe den gesamten Hang entlangzieht.

Ganz oben führt sie zum oberen Eingang der Hängenden Gärten der Bahai, die manche sogar als achtes Weltwunder bezeichnet haben. Sehenswert auch: der Schrein des Bab, des iranischen Religionsstifters des Babismus. Das Gebäude wurde erst im Juli 2008 zum Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes erklärt.

Hafen Haifa

Bei Ausflügen von Israels Mittelmeerhafen aus erleben Sie biblische Geschichten auf Schritt und Tritt. In Bethlehem wartet eine der ältesten geweihten Kirchen der Welt auf Sie. Ein Silberstern am Boden markiert Jesus’ Geburtsstelle. Vom Ölberg führt unser Weg nach Jerusalem und dann die Via Dolorosa entlang. Auch den Tempelberg und die Klagemauer sollten Sie sehen. Dort stecken gläubige Juden Zettel mit ihren Bitten in die Mauerritzen. Eine Garantie für die Erfüllung gibt es nicht.

Ihren Reiseführer können Sie heute getrost beiseitelegen. In Israel zeigt Ihnen das meistgedruckte Buch der Welt den Weg: die Bibel. Sie wird Sie auf die Spuren Jesu Christi führen – zu den Stationen seines Lebens und den Stätten, die den Christen, Juden und Moslems heilig sind. Kommen Sie mit ins gelobte Land und beginnen Sie dort, wo alles seinen Anfang nahm.

Auch ohne den Stern von Bethlehem – er leuchtete der Überlieferung nach über den Hirtenfeldern – ist die Geburtsstätte Jesu schnell gefunden. Schon längst steht hier kein Stall mehr, sondern mit der Geburtskirche die älteste geweihte Kirche der Welt. Sie wurde am Krippenplatz direkt über einer Felsenhöhle errichtet. Ein Silberstern mit 14 Zacken markiert auf dem Kirchenboden die Stelle, an der Jesus geboren wurde.

Folgen Sie seinem Weg und besuchen Sie die Stadt, in der er aufgewachsen ist: Nazareth. Die imposanteste Kirche im Ort ist die Basilika der Verkündigung. Sie steht dort, wo der Erzengel Gabriel Maria verkündet haben soll, dass sie den Sohn Gottes gebären wird. Zippori ist die Stadt, in der Marias Mutter lebte. Die dortigen Ausgrabungsflächen sind heute Nationalpark. Hier können Sie einen Spaziergang durch die Antike machen, wobei die herrlichen Bodenmosaike zu den Höhepunkten zählen.

Über Kana, wo Jesus Wasser in Wein verwandelte, geht es zum Berg der Seligpreisung. Hier können Sie sich den großen Moment der Bergpredigt noch einmal vor Augen führen. Mindestens fünf seiner Jünger, darunter auch Petrus, fand Jesus in Kapernaum, einem Ort am Nordufer des Sees Genezareth, wo heute noch die Ruinen einer Synagoge aus dem 2. Jahrhundert stehen. Bevor Sie den biblischen Pfaden weiter folgen und nach Tabgha zum Ort der wundersamen Brotvermehrung kommen, sollten Sie sich zunächst selbst stärken. Mit dem Boot fahren Sie zum Mittagessen und irgendwo steht hier auch immer St.-Peters-Fisch auf dem Speiseplan. Auch der Jordan spielte in Jesus’ Leben eine wichtige Rolle. Nach dem Matthäus-Evangelium ließ er sich in diesem Fluss von Johannes taufen. Nach einer Jeeptour durchs Jordantal auf die Hügel Galiläas können Sie selbst ein Bad im Fluß nehmen. Oder Sie fahren im Jeep über die Golan-Höhen zum Jordan, um dann auf Raftingboote umzusteigen.

Im heiligen Land führen alle Wege unweigerlich nach Jerusalem. Im jüdischen, muslimischen und christlichen Viertel treffen die drei großen Weltreligionen direkt aufeinander. Vom Ölberg aus haben Sie einen atemberaubenden Blick auf die Stadt. Auch Jesus hielt von hier aus Einzug in Jerusalem. Die Palmsonntagsprozession zieht von der Bergspitze aus am Garten Gethsemane, in dem Judas Jesus verriet, vorbei. Acht Tore gewähren Zugang in die ummauerte Altstadt, das Jaffator ist dabei das Hauptportal zwischen Westjerusalem und dem historischen Stadtteil. Nur einen Quadratkilometer groß ist die Altstadt, aber hier finden Sie den aufregendsten Basar und die wichtigsten Heiligtümer des Landes, die Sie auch bei einer Tour auf eigene Faust erkunden können. Die Klagemauer ist die bedeutendste religiöse Stätte der Juden. Tag und Nacht finden sich die Gläubigen hier zum Gebet ein. Von einem Aussichtspunkt können Sie einen Blick auf den Tempelberg, den Felsendom und die El Aqba Moschee erhaschen, die wichtigsten Heiligtümer der Moslems. Über die Via Dolorosa, heiligste Straße der Christen, führt der Weg zur Grabeskirche. Für gläubige Christen ist es ein bewegendes Erlebnis, auf dem Kreuzweg zu wandeln.

Kein Wunder, dass eine Stadt so voller Heiligtümer immer wieder Begehrlichkeiten weckte. Zeugnis der Eroberungsversuche sind die Kreuzfahrer-Städte. In Caesarea sind besonders das Amphitheater und der Aquädukt der Römer sowie die Überreste der Kreuzfahrer-Festung beeindruckend. Faszinierende Attraktion in Akko ist die Kreuzfahrerstadt unter der Stadt. Steigen Sie hinab ins mittelalterliche Wohnviertel der Johanniter. Die alte Hafenstadt Jaffa strahlt eine geradezu biblische Atmosphäre aus. Sie bildet den südlichen Teil Tel-Avivs und war schon vor mehr als 3500 Jahren besiedelt. Verwinkelte Gassen, Galerien und Kunsthandwerkerläden prägen die Altstadt. Tel Aviv ist die zweitgrößte Stadt Israels. Das Neve-Tzedek-Viertel wurde 1887 gegründet und ist damit das älteste der Stadt. Einst eleganteste Adresse war der Rothschild Boulevard, der noch heute von herrlichen Gebäuden unterschiedlichster Baustile gesäumt ist.

Haifa findet zwar keine Erwähnung in der Heiligen Schrift, dafür aber der Berg Karmel, an dessen Hang die Stadt auf drei Ebenen emporwächst. Wahrzeichen Haifas ist der Bahai-Tempel mit seiner vergoldeten Kuppel und dem Schrein des Märtyrers Sayyid Ali Muhammed el-Bab. Die märchenhaften persischen Gärten hat die UNESCO in ihre Weltkulturerbe-Liste aufgenommen.

Wohin Sie auch Ihre Schritte im heiligen Land lenken werden, die Bibel wird Ihr ständiger Begleiter sein.

Daten & Fakten

Größe

Haifa ist die drittgrößte Stadt Israels, erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 60 Quadratkilometern und hat etwa 270.000 Einwohner.

Klima

Im Norden Israels herrscht gemäßigtes Klima. Der Januar ist der kälteste Monat mit Durchschnittstemperaturen zwischen 6 °C und 15 °C. Juli und August sind mit 22 °C bis 33 °C die heißesten Monate.

Politik

Der Staat Israel ist eine parlamentarische Demokratie nach westlichem Vorbild. Das Parlament, die Knesset, wurde am 25. Januar 1949 zum ersten Mal gewählt. Sie wählt den Staatschef für eine siebenjährige Amtszeit.

Sprache

Amtssprachen sind Neuhebräisch und Arabisch.

Währung

In Israel bezahlt man mit dem Neuen Israelischen Schekel (NIS), unterteilt in 100 Agorot. 1 NIS entspricht ca. 0,20 Euro.

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