Aus der Luft betrachtet wirken die beiden Inseln Grande-Terre und Basse-Terre, die nur durch einen schmalen Meeresarm getrennt sind, wie ein Schmetterling. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich die beiden Hauptinseln des Guadeloupe-Archipels als völlig unterschiedlich. Grande-Terre entspricht mit seinen Traumstränden mit weißem Korallensand dem Bild des klassischen Karibikparadieses.

Basse-Terre ist bedeckt von dichten tropischen Bergwäldern, in denen wie in einem riesigen botanischen Garten exotische Bäume und Blüten gedeihen. Tosende Wasserfälle, allen voran die über 100 m hohen Carbet-Fälle, brodelnde Quellen, geheimnisvolle Felszeichnungen der Ureinwohner und der Hindutempel von Changy bieten zahlreiche faszinierende Ziele für Entdecker.

Hafen Guadeloupe

Wo könnte das Leben schöner sein als in dem zu Frankreich gehörenden Überseedepartement? Genießen Sie den Mix aus französischem Savoir-vivre und karibischer Fröhlichkeit. Die kreolische Küche vereint europäische und afrikanische Zutaten zu exotischen Gaumenfreuden. Die Architektur, das Kunsthandwerk und die zahlreichen Feste auf der „Schmetterlingsinsel“ versprühen eine einzigartige Leichtigkeit. Sogar ein Besuch auf dem Friedhof weckt nur positive Gefühle: Die schwarz-weiß gekachelten Grabbauten von Morne-à-l’Eau werden regelmäßig liebevoll herausgeputzt. Lassen Sie sich vom Optimismus Guadeloupes anstecken!

Pointe-à-Pitre/Guadeloupe
– Karibische Leichtigkeit des Seins –

Gibt es ein besseres Symbol für die Leichtigkeit des Seins, für unbeschwerte Lebensfreude als den Schmetterling? Da kann es doch kein Zufall sein, dass sich die Karibikinsel Guadeloupe wie die beiden Flügel eines ebensolchen auf den Wellen des Ozeans ausbreitet. Auch das Leben und die Landschaft auf Guadeloupe sind so bunt wie ein „Papillon“. Hier die herrlich weißen Sandstrände am türkisblauen Meer, dort das unverschämte Grün des Tropenwaldes.

Die beiden Flügel von Guadeloupe sind zwei sehr unterschiedliche Inselteile, die durch den Meeresarm La Rivière Salée getrennt sind. Grande Terre im Osten ist relativ flach und trocken mit einer Vielzahl traumhafter Strände. Basse Terre im Westen hingegen ist eine Vulkaninsel, deren unumstrittener Mittelpunkt La Soufrière, die „Schwefelgrube“, ist. Dieser 1.467 Meter hohe Vulkan versetzt die Inselbewohner bisweilen ganz gern in Angst und Schrecken, zuletzt spie er 1977 Glut und Asche. Die Wolken, die sich an seinem Gipfel verfangen, sorgen das ganze Jahr über für ausreichend Regen, so dass um den Vulkan herum ein einzigartiger Regenwald, der rund 30.000 Hektar große Parc Naturel de la Guadeloupe gedeiht. Hindurch führt die Route de la Traversée, eine Verbindungsstraße von Ost nach West, die sich durch den Wald und entlang der karibischen Küste bis nach Malendure durch herrliche Landschaften windet. Der Nationalpark zählt zu den schönsten auf den Antillen. Botaniker haben 300 verschiedene Strauch- und Baumarten sowie Riesenfarne ausgemacht. Wanderfreunde können hier ganz und gar eintauchen in eine faszinierende Natur. Immerhin gibt es rund 300 Kilometer markierte Pfade. Dabei führt kaum ein Weg an den vielen wunderschönen Wasserfällen vorbei; nicht grundlos tauften die Ureinwohner Guadeloupe einst „Insel der schönen Wasser“. Die Krebswasserfälle ergießen sich in ein rundes Becken, in dem sich früher Flusskrebse wohl fühlten. Die Carbet-Wasserfälle zählen zu den schönsten der Karibik. Beeindruckend ist die Fallhöhe von 110 Metern, die Sie von einer Plattform aus bestaunen können. Mittendrin im Wasser sind Sie in Lamentin, im Norden von Basse Terre. Hier erwartet Sie schon die Canyoning-Crew für garantiert sicheres Rutschen, Springen und Abseilen durch den Fluss.

Aber was wäre eine Karibikinsel ohne Rum? Zuckerrohr, Basis für den bis zu 59 Prozent starken Schnaps, wird natürlich auch hier angebaut. Wie Rum hergestellt wird und vor allem, wie er direkt vor Ort schmeckt, erfahren Sie in der Longueteau-Destille. Ein ganz anderes Gesicht zeigt hingegen die kleinere Inselhälfte Grande Terre. Von der Inselhauptstadt Pointe-à-Pitre aus erreicht man sie über die Pont de la Gabarre. Hier ist sogar der Friedhof irgendwie fröhlich. Die schwarz-weiß gekachelten Grabbauten von Morne-à-L’Eau, die stufenförmig wie Terrassen angelegt sind, vermitteln jedenfalls eher ein Gefühl der Hoffnung denn der Trauer. Landschaftlich weicht das Bild stark von dem der Schwesterinsel ab, denn Grand Terre ist nicht vulkanischen Ursprungs. Und natürlich lockt der kleine Schmetterlingsflügel mit herrlichen Stränden wie Soufleur bei Port Louis oder Sainte Anne. Hier verführt das Angebot auf dem lokalen Markt zum Souvenirkauf. Grand Terre hat aber auch atemberaubende Ausblicke auf die imposante Küste des Atlantik bei Porte d’Enfer und Pointe des Châteaux, dem östlichsten Punkt der Insel, zu bieten. Einen Eindruck von der tropischen Artenvielfalt bekommen Sie im Botanischen Garten in der Nähe von Deshaies. Typische Bewohner des Tropenwaldes lernen Sie im Zoologischen Garten von Mamelles kennen: Waschbären, Schildkröten oder Iguanas. Perfekt eingebettet in die Tiefen des Regenwaldes haben Sie in diesem Zoo das Gefühl eben nicht im Zoo zu sein.

Noch mehr traumhafte Landschaften finden Sie unter Wasser. Einer der schönsten Unterwasserparks ist das Naturschutzgebiet Jacques-Yves Cousteau, benannt nach dem berühmten Meeresforscher – ein typischer Fall von „siehe unten“, im Glasbodenboot versteht sich. Auch beim Schnorcheln am Korallenriff der Ilet Pigeon gleiten Ihnen unzählige Fischarten vor die Taucherbrille. Wenn Sie sich einmal wie Robinson Crusoe fühlen möchten, dann ist die kleine unbewohnte Insel Caret genau das Richtige für Sie. Allerdings dürfen Sie nach ein paar Stunden wieder zurück. Durch die faszinierende Wasserlandschaft des Mangrovenschutzgebiets können sie hingegen im Kajak paddeln.

Und dann ist es plötzlich da, dieses Gefühl der „Leichtigkeit des Seins“. Man könnte auf die Schmetterlinge glatt neidisch werden!

Daten & Fakten

Größe

Zum Archipel Guadeloupe mit einer Fläche von 1.628 km² gehören insgesamt acht Inseln. Sie gehören zu den Kleinen Antillen. Etwa 450.000 Menschen leben hier, Hauptstadt ist Basse Terre.

Klima

Tropisches Klima mit kühlenden Passatwinden und relativ gleich bleibenden Temperaturen zwischen 23 und 35 °C. Die regenreiche Jahreszeit geht von Juli bis November.

Politik

Das französische Übersee-Departement ist mit vier Abgeordneten in der französischen Nationalversammlung und zwei Senatoren im Senat vertreten. Interne Angelegenheiten werden vom Conseil général wahrgenommen.

Sprache

Amtssprache ist Französisch, daneben wird auch Kreolisch und Englisch gesprochen.

Währung

Zahlungsmittel ist der Euro.

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