Grenada

Bei dem Namen Grenada denkt man unweigerlich an Muskatnüsse. Aber die Insel hat weit mehr zu bieten, um einen unvergesslichen Tag zu würzen. Wie wäre es beispielsweise mit einer Abenteuer-Tour im offenen Geländewagen zu den Clabony-Schwefelquellen und zum Grand Étang Kratersee?

Inmitten der üppig-grünen Pflanzenwelt des Grand Étang Nationalparks, in der allein 50 Bambus-Arten gedeihen, strahlt der See geradezu unwirklich blau. Soll es noch „schärfer“ sein? Dann entdecken Sie die Insel doch per Speedboat!

Hafen Grenada

Willkommen in einem der schönsten Häfen der Karibischen Inseln! St. George’s, die Hauptstadt Grenadas, breitet sich malerisch an den Hügeln rund um eine hufeisenförmige Bucht aus. Im gebirgigen Inselinneren wartet ein üppiger Regenwald darauf, von Ihnen erforscht zu werden. Strahlend blau wie ein Saphir liegt der Grand-Étang-Kratersee inmitten dieses einmaligen Naturschatzes. Zu den kostbarsten Gütern der Gewürzinsel zählen Muskat und Kakao. Wie deren Früchte auf traditionelle Weise angebaut, geerntet und verarbeitet werden, erfahren Sie bei einem Besuch der Dougaldston-Plantage. Freuen Sie sich auf genussvolle Einblicke!

St. George’s/Grenada
– Ein Hauch von Muskat –

Feurig war schon der Beginn dieses Eilands, das aus einem Vulkan geboren wurde. Heute ist die südlichste Insel der Kleinen Antillen ein unabhängiger Commonwealth-Staat. Und besonders für ihre Gewürzproduktion bekannt. Grenada ist auch sonst eine der landschaftlich abwechslungsreichsten Inseln der Karibik. Im Inselinneren erheben sich steile Gipfel, an der Südostküste schlagen die Atlantikwellen an die schroffen Klippen der Landzunge Fort Jeudy. Doch gleich neben der Inselhauptstadt St. George’s liegt der sechs Kilometer lange weiße Sandstrand von Grand Anse. Fort Frederick aus dem Jahre 1785 bietet einen Traumblick auf die Hauptstadt und den malerischen Binnenhafen Carenage. Eine urgemütliche Art der Fortbewegung in der Carenage ist die Fahrt mit dem Donut-Boot. Das sieht genauso aus, wie es heißt und bewegt sich trotz der runden „Kuchenform“ doch tatsächlich vorwärts …

Rum, das beliebteste Getränk der Karibik, wird heute noch wie vor 100 Jahren destilliert. Die Rumfabriken Westerhall und die Zuckermühle La Sagesse sind mittlerweile stillgelegt, Rum gibt’s trotzdem noch. In der historischen Rumfabrik River Antoine wird der Rum heute noch per Hand hergestellt. Das in dieser ältesten Destille der Karibik ein sehr leckerer, aber starker Tropfen gebraut wird, testen Sie am besten selbst. Aber Achtung: Der Tag ist noch lang!

Augen zu: Riechen Sie den milden Hauch von Gewürznelken, Muskatnuss und Zimt? Wo die Insel nicht von üppigem Regenwald bedeckt ist, finden sich in den Tälern und auf den Hügeln ausgedehnte Plantagen. Neben Kakao und karibischen Früchten wachsen hier vor allem Gewürze. Der Anbau und die Verarbeitung von Muskatnuss ist bis heute ein wichtiger Wirtschaftszweig Grenadas. Muskatnussfabriken sind z. B. in Grenville und Gouyave angesiedelt. Die traditionell geführte Dougaldston-Plantage mit ihrer Gewürzhalle liegt im Zentrum der Muskatnuss- und Kakao-Anbauregion im Nordwesten. Hier können Sie zuschauen, wie Muskatnuss und Kakao verarbeitet und für den Verkauf vorbereitet werden. Verschiedene Kakao-Plantagen haben sich auf die Herstellung des braunen Pulvers spezialisiert. Seine ausgezeichnete Qualität verleiht dem Kakao eine besondere Note. In der Carlton Cocoa Station erleben Sie den nächsten Schritt, hier werden die fermentierten Kakaobohnen aufbereitet und sortiert. Wenn Sie sich in der karibischen Küche einmal ausprobieren wollen, dann vertrauen Sie sich dem Chefkoch des True Blu Bay Resorts an. Mit ihm zusammen dürfen Sie typische Inselgerichte zaubern und nehmen garantiert die eine oder andere Gewürz-Idee mit nach Hause. Vorher wird das Ergebnis der Kochkunst natürlich in fröhlicher Runde verspeist. Einen Querschnitt durch die Insel wird Ihnen im Freiluftmuseum Spice Basket geboten: Steelbands und Karnevalskostüme auf der einen Seite – Zuckerindustrie und das harte Leben der armen Landbevölkerung in den 1940er Jahren auf der anderen. So bringen Sie garantiert eine Menge Eindrücke mit zurück an Bord.

Wasser und Schwefel! Teil des Nationalparks Grand Étang ist ein wunderschöner, mehr als 10 Hektar großer, strahlend blauer See im Krater eines untätigen Vulkans – der Grand Étang Kratersee in 540 Metern Höhe. Hier können Sie Grenadas üppige und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt bei einem Spaziergang ausgiebig bestaunen. Dass es auch heute noch vulkanische Aktivität gibt, belegen die Schwefelquellen. Offene Gelände-Trucks bringen Sie bis in die Nähe der Clabony-Schwefelquelle. Die letzten 10 Minuten allerdings ohne Allrad – eine leichte Übung! Nicht ganz so hoch, aber immer noch ausreichend für einen Traumblick über Grenada: Damit kann der 350 Meter hohe Morne Gazo aufwarten. Wanderungen führen auch ins Inselinnere, durch tropischen Regenwald zum Concord-Wasserfall und den Seven Sisters, deren natürliche Felsbecken zum Baden einladen. Der beliebteste seiner Art auf Grenada ist der Annandale-Wasserfall, der sich aus 15 Metern Höhe in einen natürlichen Pool ergießt.

Auf dem Wasser warten weitere Abenteuer auf Sie! Der Segelkatamaran steuert entlang der Westküste eine malerische Bucht zum Schnorchel-Stopp an; der Morne Rouge Strand lockt danach zum puren Badevergnügen. Wenn Sie karibisches Feeling hautnah erleben und zu Calypso-Musik den Limbo tanzen möchten, sind Sie an Bord eines Doppeldecker-Motorschiffs bestens aufgehoben. Oder Sie paddeln mit dem Kajak zum Riff vor der Grand Mal Bay. Der Clou: Der Boden des Kajaks ist durchsichtig, so haben die Fische da unten auch was zu gucken. Mehr Tempo? Im Schnellboot flitzen Sie entlang der Küste zu einem der vielen Schnorchelplätze. Dann heißt es Geschwindigkeit drosseln und die Unterwasserwunderwelt genießen. Aber es gibt noch „Meer“: Mit etwas Glück erleben Sie bei einer Bootstour Wale und Delfine in ihrer natürlichen Umgebung. Die Augen schließen können Sie bei der entspannten und exklusiven Überfahrt nach Hog Island. Der Katamaran stoppt am Riff für einen Schnorchelgang, während auf der Insel schon das exklusive Lobster-Menü zubereitet wird.

Aktivurlauber können den Balthazar River unkonventionell erkunden: ein kräftig aufgepumpter Schlauch aus einem Autoreifen, eine Schwimmweste und ein Fluss – nur die Strömung treibt Sie vorbei am exotisch-tropischen Regenwald. Tubing heißt das Vergnügen. Hinter jeder Windung wartet ein neuer Eindruck.

Grenada – die abenteuerliche Gewürzinsel. Wenn Sie das nächste Mal die Muskatnuss im heimischen Küchenregal sehen, wissen Sie: „Wo die herkommt, ist es traumhaft schön – und ich war da!“

Daten & Fakten

Größe

Grenada ist 344 km² groß, einschließlich kleinerer Inseln. Hier leben ca. 104.000 Menschen mehrheitlich afrikanischer Abstammung; die Hauptstadt St. George’s hat ca. 35.500 Einwohner

Klima

Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt zwischen 24 und 30 °C mit ständig kühlenden Passatwinden. Die Regenzeit dauert von Juni bis Dezember (häufige, kurze Schauer).

Politik

Seit 1972 eine unabhängige konstitutionelle Commonwealth-Monarchie. Staatsoberhaupt ist die englische Königin, vertreten durch einen Generalgouverneur.

Sprache

Landessprache ist Englisch, es wird aber auch vielfach das vom Französischen abstammende Patois gesprochen.

Währung

Zahlungsmittel ist der East Caribbean Dollar, er unterteilt sich in 100 Cents. 1 East Caribbean Dollar entspricht ca. 0,30 Euro.