Schon die Fahrt zur schottischen Hafenstadt Greenock durch den Firth of Clyde ist ein eindrucksvolles Erlebnis. Der gewaltige Meeresarm verzweigt sich in unzählige kleinere Seitenarme.

Weitere Naturschönheiten liegen ganz in der Nähe: die Seen der Trossachs. Als schönster See Schottlands gilt der Loch Lomond, an dessen Ufern weitere Hügellandschaften und Wälder herrliche Wandermöglichkeiten bieten.

Hafen Greenock

Ob Ihnen der Sinn nach Naturschönheiten oder eher nach royaler Pracht steht – Greenock bietet Ihnen unvergessliche Erlebnisse. Im Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalpark können Sie rund um Schottlands schönsten See wandern. Glasgow lockt mit unschätzbar wertvollen Kunstsammlungen und Edinburgh mit mächtigen Palästen wie dem Holyrood Palace. Dort residiert die Queen regelmäßig bei ihren Schottlandaufenthalten.

Spieglein, Spieglein an der Wand: Wer ist die Schönste im ganzen Land? Durch die Jahrhunderte haben sich Glasgow, die hemdsärmelige Arbeitermetropole, und Edinburgh, die feine Hauptstadt, wie zwei Königskinder um Ruhm und Ehre gestritten. Heutzutage müssen sich beide Städte nicht mehr verstecken …

Glasgow überrascht: Aus der einst blühenden und zwischenzeitlich daniederliegenden Werftenstadt ist eine vibrierende Metropole geworden. Wenn Sie sich der Stadt von Greenock aus entlang des Flusses Clyde nähern, finden Sie den schönsten Einstieg. Glasgows typische Sandsteinhäuser im viktorianischen Stil sind mit der Wahl zur europäischen Kulturhauptstadt 1999 kräftig herausgeputzt worden. Das größte Gotteshaus ist die mächtige Kathedrale von St. Mungo aus dem Jahr 1136, die nach dem legendären Stadtgründer aus dem 6. Jahrhundert benannt ist. Sein Grab finden Sie in der beeindruckenden Unterkirche. Im Stadtteil Townhead, dem ältesten Teil Glasgows, liegt natürlich das älteste Haus der Stadt: Provand’s Lordship von 1471. Es war ursprünglich Teil eines Krankenhauses. Auf einem Hügel in unmittelbarer Nähe liegt Necropolis, eine gewaltige Totenstadt mit 3.500 Grabmälern. Eine große Statue erinnert an den Reformator John Knox. Inmitten der ehemaligen Merchant City, dem quirligen Handelszentrum, befindet sich der George Square. Markantes Merkmal sind zwölf Statuen berühmter schottischer Persönlichkeiten. Im betuchten West End können Sie einige der schönsten Bauwerke von Charles Rennie Mackintosh, dem bekanntesten Architekten der Stadt, bewundern. Der Baumeister, nach dessen Plänen die „Glasgow School of Art“ entstand, war der führende Vertreter des britischen Jugendstils. Der Stadtteil Kelvingrove steht sowohl für das größte britische Museum außerhalb Londons, das Kelvingrove Art Gallery und Museum, als auch für die 1451 gegründete Universität von Glasgow, deren neogotisches Hauptgebäude mit den schmalen Türmchen schon von weitem gut zu erkennen ist. Kelvingrove Art Gallery und Museum gibt es bereits seit 1902. Am 11. Juli 2006 wurde das monumentale Gebäude nach dreijähriger Renovierungszeit wiedereröffnet und beherbergt nun in neuer Pracht eine reichhaltige Sammlung, die quer durch verschiedene Gattungen geht.

Edinburgh wird auch als „Athen des Nordens“ bezeichnet und ist, wie Rom, auf sieben Hügeln erbaut. Die Spitze des zerklüfteten Castle Rocks dominiert das dunkle Edinburgh Castle. Erreichen können Sie es nur über steile Treppen. Zu Füßen des Schlosses dehnen sich eigentlich zwei Städte aus: die mittelalterliche Altstadt mit verwinkelten Kopfsteinpflaster-Gassen und die Ende des 18. Jahrhunderts großzügig geplante Neustadt, die heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Rückgrat der Altstadt ist die Royal Mile. Die Straße der Könige war nicht nur Meile der Machthaber, sondern auch des Volkes. Hier wohnten Lords und Gesandte gleich neben Kaufleuten und Handwerkern; hier rollten Staatskarossen und Henkerskarren. Sie endet vor dem schmiedeeisernen Tor des Holyrood Palace. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist er Residenz der britischen Königsfamilie. Besuchermagnet in Leith, Edinburghs Hafenviertel, ist das königliche Dampfschiff „Britannia“, das nach 44 Jahren auf See 1999 hier seinen letzten Ankerplatz gefunden hat. Von den Luxuskabinen der Queen und bis hin zum Maschinenraum können Sie heute alles besichtigen – amüsant und informativ.

Während der Schönheitsvergleich der Metropolen ein offenes Rennen bleibt, räumt der Loch Lomond viele Preise ab: erster schottischer Nationalpark, größter Binnensee und wohl auch der schönste des Landes. Jedenfalls können selbst der sehenswerte Loch Fyne, das Anglerparadies Loch Eck und der versteckte Holy Loch nicht mithalten. Im Kanu sind Sie mittendrin in diesem Naturparadies. Der 917 Meter hohe Ben Lomond prägt die Ostseite, wo die Ausläufer des schottischen Hochlandes bis an die Gestade reichen. An der Westseite ist das pittoreske Dörfchen Luss ein Blickfang – ein Musterdorf mit streng symmetrischer Ordnung, das sich vieler Besucher erfreut. Bei einer Bootstour erleben Sie die schöne Landschaft aus einer ganz anderen Perspektive. Viel Spaß macht das Zuschauen bei einer Vorführung der Border Collies. Diese gelehrigen Hütehunde bringen nicht nur Schafen Ordnung bei, sondern zeigen auch ganz gern mal die Richtung beim „Entenmarsch“. Mitten im Loch-Lomond-and-the-Trossachs Nationalpark liegt der malerische Queen Elisabeth Forest Park, der auf 24.000 Hektar drei herrliche Waldgebiete vereint. Vom Besucherzentrum genießen Sie eine spektakuläre Aussicht bis zum Gipfel des Ben Lomond. Östlich des Nationalparks liegt ein Schloss wie aus einem Ritterabenteuer – Stirling Castle. Seine mehr als 600 Jahre alten dicken Mauern stehen auf einem steil aufragenden Hügel am Fluss Forth. Von etwa 1100 bis 1685 war Stirling Castle sogar eine der Hauptresidenzen der schottischen Könige.

Was aber wäre ein Aufenthalt in Schottland ohne den Besuch einer Whisky-Destille? Seit mehr als 200 Jahren wird in den Campsie Hills der einzigartige Glengoyne Single Malt Whisky hergestellt. Auch er hat es zur Meisterschaft gebracht und zahlreiche Prämien gesammelt – als einer der besten Whiskys der Welt. Aber nicht nur die Kostprobe überzeugt, auch das Besucherzentrum liegt malerisch an einem Wasserfall inmitten einer friedlichen Klamm.

Und wer ist nun wirklich die Schönste im ganzen Land? Gut, dass Sie sich da nicht festlegen müssen.

Daten & Fakten

Größe

Die Hafenstadt Greenock hat ca. 45.500 Einwohner und liegt südlich der Mündung des Flusses Clyde in den Meeresarm Firth of Clyde. Etwa 40 Kilometer westlich von Greenock befindet sich Glasgow.

Klima

Wegen des Golfstroms sind die Temperaturen relativ mild. Der Juli hat durchschnittlich 15,1 °C, der Januar 3,8 °C. Es besteht hohe Niederschlagswahrscheinlichkeit.

Politik

Seit 1707 gehört Schottland zum Vereinigten Königreich von Großbritannien. Doch seit 1999 haben die Schotten wieder ihr eigenes Parlament, dessen Befugnisse denen eines deutschen Landesparlamentes entsprechen.

Sprache

Amtssprache ist Englisch, aber natürlich haben die Schotten bisweilen ihren ganz eigenen Akzent. Zudem hat das Schottische viele Wörter aus dem Gälischen entliehen.

Währung

1 Britisches Pfund (£) unterteilt sich in 100 New Pence, 1 £ entspricht ca. 1,20 Euro.

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