Fuerteventura

Die zweitgrößte Insel der Kanaren liegt Afrika nicht nur am nächsten, mit ihren berühmten Sand- und Wanderdünen ist Fuerteventura der Sahara auch am ähnlichsten.

Der Sand der scheinbar endlosen Dünenlandschaften besteht zu großen Teilen aus feinstem Muschelkalk, nur ein kleiner Teil wurde vom afrikanischen Kontinent herübergeweht. Die Insulaner legen großen Wert darauf, über mehr eigenen als Saharasand zu verfügen. Für Sie spielt es vermutlich keine Rolle, auf „wessen“ Sand Sie einen herrlichen Badetag an einem der über 150 Strände verbringen.

Hafen Fuerteventura

Nichtstun ist auf Fuerteventura besonders schön. Der Strand von Corralejo lädt Sie ein, einmal so richtig abzuschalten und herrlich zu entspannen. Genießen Sie die Sonne der Kanarischen Inseln oder machen Sie es sich im Schatten der Palmen bequem. Es lohnt sich auch, der bunten Unterwasserwelt einen Besuch abzustatten. Also auf zur Pirateninsel Los Lobos! Unter der Führung eines AIDA Guides entdecken Sie beim Schnorcheln die grandiosen Schätze der Unterwasserwelt und schließen Bekanntschaft mit den Fischschwärmen des Atlantischen Ozeans.

Unvermittelt tun sich Freiräume auf. Auf der zweitgrößten Insel des Kanarischen Archipels entdecken Sie inmitten der Einöde wunderschöne Täler, grüne Oasen, malerische Windmühlen und grandiose Aussichten über unglaubliche Weiten. Abgerundete Gebirgsketten und wie angeknabbert wirkende Vulkan-Krater erinnern als stumme Zeugen an die letzten „Ruhestörungen“. Rechts und links der Straßen liegen Millionen von Steinen, die bei Vulkanausbrüchen vor rund 40.000 Jahren herausgeschleudert wurden. Die zunächst eigentümlich anmutenden Farben und weiten Landschaften haben durchaus ihren Reiz. Miguel de Unamuno, ein spanischer Philosoph und Schriftsteller, sagte: „Die Insel der Ruhe heilt die Seele!“ Das klingt nach Urlaub vom Alltag.

Zweifellos der schönste Ort der Insel ist die ehemalige Inselhauptstadt Betancuria in einem fruchtbaren, von hohen Bergen gesäumten Tal. Der von Äckern und Gärten umgebene 600-Seelen-Ort wirkt mit seinen weißen Häuschen zwischen Palmen besonders idyllisch. Betancuria wurde 1405 von dem normannischen Eroberer Jean de Béthencourt gegründet und steht heute unter Denkmalschutz. Die historische kanarische Lebensart können Sie am besten im restaurierten Herrenhaus Casa Santa Maria aus dem 16. Jahrhundert nahe Betancuria erleben. Schauen Sie in den Werkstätten beim Weben, Sticken, Töpfern oder Korbflechten – der traditionellen Handwerkskunst – zu. In den Läden können Sie hochwertige Keramikarbeiten und Kunsthandwerk sowie Naturprodukte erwerben. Eine rund 20-minütige Multivisionsschau fasziniert außerdem mit einmaligen Bildern der Insel. Bekannt geworden ist Fuerteventura auch für seine hochwertigen Aloe-Vera-Produkte. Wenn Sie etwas für ihr Wohlbefinden tun möchten, können Sie nach der Besichtigung einer Aloe-Vera-Plantage ein paar Töpfchen und Fläschchen des Naturprodukts mit nach Hause nehmen. Sollten Sie genau wissen wollen, was drin ist in der Packung, dann machen Sie doch einfach mit beim Kosmetik-Workshop und kreieren Sie Ihr ganz persönliches Aloe-Vera-Gel.

Das Freilichtmuseum „La Alcogida“ vermittelt eine Idee des bäuerlichen Lebens auf Fuerteventura vor Beginn des Tourismus. Auf dem Gelände befinden sich acht originalgetreu restaurierte Bauernhöfe. Zwischen den einzelnen Gebäuden können Sie Dreschplätze, Backofen und Zisternen besichtigen. Ein bisschen mehr Gas sollten Sie geben, wenn Sie den Inselnorden per Quad oder Buggy erkunden. Von Corralejo aus geht es in den beschaulichen Küstenort El Cotillo. Die Ursprünglichkeit des Ortes ist in den kleinen Gassen des Hafenviertels noch allgegenwärtig. Die weißen Naturstrände sind ein Paradies für Wassersportler und Strandurlauber. Beim Baden und Schwimmen präsentiert sich der Atlantik jedoch manchmal auch wild – sehr zur Freude der Surfer, die man bei ihren Kunststücken vom Strand aus beobachten kann. Für einen Einkaufsbummel bietet sich das am Nordzipfel der Insel gelegene Fischerdörfchen Corralejo an. Zahlreiche Boutiquen, Souvenir-Shops und Sportläden locken mit ihrem Angebot. Aber auch Kunsthandwerk können Sie erstehen. Die Avenida Generalísimo führt zum Centro Atlántico, wo das ganze Jahr über gefeiert wird. Aber nicht nur das, der pittoreske Ort verfügt nämlich auch über schöne Sandstrände – Spaßfaktor garantiert, besonders, wenn Sie das Ziel mit dem Jeep ansteuern.

Fuerteventura lässt sich auch mit dem Trike erobern und zeigt dabei seine schönsten Seiten: Starten Sie Richtung Süden und genießen Sie die typisch kanarische Landschaft, bevor Sie Antigua, das künstlerische Zentrum der Insel, passieren. Zum unvergesslichen Erlebnis wird, wenn Sie am Aussichtspunkt von Pájara die Streifenhörnchen füttern oder am Mirador Morro Velosa in 650 Metern Höhe den Blick über die Insel schweifen lassen. In der Ferne können Sie die Dünen von Corralejo oder auch die Nachbarinsel Lanzarote ausfindig machen. Dann lenken Sie Ihr Trike noch ein bisschen weiter gen Westen ins Fischerdörfchen Ajuy. Ajuys Hafen war einer der ersten in der Geschichte Fuerteventuras. Geologen aus aller Welt zieht es an diesen Ort, weil man die beeindruckenden Formationen der Steilküste aus Kalkstein einmal gesehen haben muss. An der Bucht Caleta Negra hat die Natur sogar zwei riesige Höhlen in den Stein geformt. Ajuy können Sie aber auch auf ganz ursprüngliche Art, nämlich bei einer Wanderung, erreichen. Das hat einen echten Vorteil: Unterwegs sind Sie ganz nah dran an der Natur. Vielleicht flüstern Ihnen die 100 Jahre alten Palmen im Barranco de la Madre de Aguas ein bisschen Inselgeschichte ins Ohr, während Sie Ihren Füßen eine Abkühlung im erfrischenden Wasser gönnen. Wenn Sie am Flussbett des Rio Palma entlangwandern, richten Sie den Blick auch einmal nach oben. Möglich, dass ein Adler oder einer der letzten Kanarischen Geier Sie begleitet.

Den ultimativen Kick auf dem Wasser holen Sie sich garantiert mit dem Boogie Board. Die handlichen Bretter haben Sie schnell im Griff und dann heißt es: her mit der perfekten Welle! Wollen Sie mehr Zeit bei den Fischen verbringen? Dann lassen Sie sich von Corralejo aus im Glasbodenboot auf die idyllische Insel Los Lobos bringen. Der höchste Punkt des nur von einer Handvoll Fischern bewohnten Naturschutzgebietes liegt gerade einmal 22 Meter über dem Meeresspiegel. Keine Hotels in Sicht, Robinson lässt grüßen. Und Piraten, die es besonders auf die kleinen Eindringlinge auf der Insel abgesehen haben …

Daten & Fakten

Größe

Mit 1.731 km² und ca. 104.000 Einwohnern ist Fuertevenrtura die zweitgrößte und am dünnsten besiedelte Insel des Kanarischen Archipels. Hauptstadt ist Puerto del Rosario mit ca. 36.000 Einwohnern.

Klima

Gemäßigtes Klima, das durch stete Passat-Winde und den Kanarenstrom beeinflusst wird. Das Wetter kann sich schnell ändern, Niederschläge sind allerdings eher selten. Die Durchschnittstemperaturen liegen in den Wintermonaten um 19 °C.

Politik

Die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln besitzen Autonomie-Status. Fuerteventura gehört zur spanischen Region Las Canarias und ist der EU erst nach einigen Zugeständnissen beigetreten.

Sprache

Spanisch

Währung

Euro