Rote Erdbeerfrösche, grüne Meeresschildkröten, Tukane mit auffallend gefärbten Schnäbeln und zitronengelbem Brustgefieder – was den Farben- und Artenreichtum angeht, macht Costa Rica seinem Namen alle Ehre. Von den über 900 verschiedenen Vogelarten, die hier im tropischen Regenwald und in den über 30 Nationalparks heimisch sind, haben die Maya den Quetzal als „Göttervogel“ verehrt.

Mit seinen bis zu einem Meter langen Schwanzfedern, die in den schönsten Farben schimmern, durften sich nur die Herrscher schmücken. Nicht ganz so bunt, aber genauso spannend ist die Vielfalt der Säugetiere. Bei einem Ausflug ins Landesinnere können Sie Affen, Nasen- und Ameisenbären und vielleicht sogar Jaguare oder Ozelots entdecken. Die Faultiere dagegen müssen Sie nicht lange suchen, die hängen in der einzigen Faultier-Pflegestation Mittelamerikas gut sichtbar in den Bäumen.

Hafen Costa Rica

Die Vielfalt der Natur ist Costa Ricas größter Schatz. Zwölf Prozent aller weltweit zu findenden Spezies sind hier zu Hause. Die Regierung ist sich inzwischen dieser lebenden Werte bewusst. Folge: Insgesamt 30 Nationalparks und Schutzgebiete nehmen heute gut ein Viertel der Landesfläche ein. Dort, wo die Erde urbar gemacht wurde, dominieren Kakaoplantagen und Blumenfarmen. Es gibt Wissenschaftler, die glauben, dass dort oben im undurchdringlichen Blätterdach des Regenwaldes noch unzählige Tierarten auf ihre Entdecker warten. Ein Ergebnis ihres steten Forschens ist heute Canopy – eine ungewöhnliche Transportart mit eingebautem Spaßfaktor. An einer Rolle über ein Stahlseil schwirrend, geht es von Plattform zu Plattform. Natur, wohin das Auge blickt. Doch in Costa Rica kommt auch die Kultur nicht zu kurz. Die 1737 gegründete Hauptstadt San José bietet eine reizvolle Mischung traditioneller und moderner Architektur. Also nichts wie von Bord, denn in Costa Rica wartet das Abenteuer…

San José liegt 1100 Meter über dem Meer; 24 °C das ganze Jahr hindurch sind die angenehme Folge. In Costa Ricas Hauptstadt befinden sich die wichtigsten Museen und Kulturbühnen des Landes. Die Geschichte des pompösen Opernhauses ist schnell erzählt: Eine berühmte Operndiva hatte während ihrer Mittelamerika-Tournee im Jahre 1890 Costa Rica schlicht links liegen lassen. Die gekränkte Aristokratie handelte rasch und belegte alle Kaffee-Exporte mit einer Steuer. So kam das Geld für den Bau im Stil der Pariser Oper zusammen. Das Nationalmuseum beherbergt die größte Sammlung archäologischer Funde in Costa Rica. Zu den besonderen Attraktionen gehören präkolumbianische Jadefunde.

Wenn an der Pier plötzlich ein schrilles Pfeifen ertönt, darf man sicher sein, dass er nicht mehr weit ist, der Historische Blue Train. Vor mehr als 110 Jahren rollte die erste Schmalspurbahn von San José nach Limón. Heute können die Fahrgäste im Dschungelzug eine romantische Fahrt antreten. Erinnerungen an eine Zeit, als Geschwindigkeit noch nicht alles war, werden wach, wenn man sich aus den Fenstern der historischen Holzwaggons lehnt und die karibische Brise um die Nase wehen lässt.

In den ruhigen Gewässern der Estero-Negro-Mangrovenlandschaft ist in diesem Stück tropischen Regenwaldes, in dem Wasser und Land täglich einen neuen Kompromiss eingehen, ein Lebensraum der besonderen Art zu entdecken. Von der karibischen Küste Costa Ricas aus kann man mit dem Boot direkt in dieses verworrene Kanalsystem hineinfahren. Wer beim Erkundungsgang in die Natur lieber festen Boden unter den Füßen – Verzeihung – Rädern behalten will, schließt sich am besten dem Offroad-Abenteuer ins Star Valley mit einem Allrad betriebenen Truck an.

Der knapp 19.000 Hektar große Nationalpark Tortuguero mit seinen unzähligen Lagunen und Kanälen ist eine der Hauptattraktionen des Landes und lädt zu einer Bootsfahrt auf den Wasserstraßen des Dschungels geradezu ein. In den schmalen Kanälen, in denen sich die üppige Ufervegetation fast berührt, zeigt sich die tropische Natur von ihrer schönsten Seite. In dieser Welt aus Wasser und Wald gedeihen Palmen, Stelzwurzelbäume und Farne aller Art. Die jährlichen hohen Niederschläge und tropische Wärme bieten einen idealen Lebensraum für Affen, Leguane und Krokodile sowie eine Vielzahl tropischer Vögel.

Erst in den Wald – und dann ab nach oben! An der nordöstlichen Grenze des Nationalparks Braulio Carrillo ist ein privates Naturschutzprojekt entstanden. Das absolute Highlight ist eine 1,7 Kilometer lange Seilbahn, deren Gondeln in bis zu 38 Metern Höhe durch die oberen Schichten des Regenwalds schweben – mitten durch den Lebensraum der tierischen Waldbewohner. Bei der fast lautlosen Fahrt durch die Sonnen durchfluteten Wipfel des Waldes weisen naturkundige Führer im wahrsten Sinne des Wortes auf die „Höhe-Punkte“ hin.

Bodenständig bleiben Sie bei einer kleinen Wanderung durch den Regenwald, hier erleben Sie die Artenvielfalt Costa Rica’s hautnah. Die Natur lässt sich aber auch auf dem Rücken der Pferde erkunden. Beim Reitausflug kommen sie der Natur noch ein wenig näher: entlang von Flussläufen, durch den Dschungel und über aussichtsreiche Pfade.

Sportskanonen können alternativ ihrem Adrenalin freien Lauf lassen und begeben sich auf eine Wildwasser-Rafting-Tour. Stürzen Sie sich in die Fluten und überlassen Sie es der Gewalt des Wassers, den Weg zu bestimmen. Gemütlicher geht es bei der Kajaktour durch die Mangroven oder bei einer Kanutour durch den natürlichen Lebensraum der einheimischen Tiere zu. Dass es noch langsamer geht, beweisen die Faultiere auf der einzigen Faultieraufzucht- und Pflegestation Mittelamerikas. Hier werden verletzte Tiere gepflegt und wieder fit für die Natur gemacht. Während die Faultiere das Geschehen um sie herum mehr oder weniger die Bohne interessiert, spielt diese auf Costa Rica keine unwesentliche Rolle!

Spektakuläre Ausblicke genießt man auf der historischen Route der Eroberer Richtung Turrialba-Tal, eines der größten Kaffeeanbaugebiete Costa Ricas. Die Kaffeekult(o)ur zeigt Ihnen die Heimat der Kaffeebohnen inmitten der faszinierenden Berge des Regenwaldes. Was man schon immer über Kaffee und wie er dazu wird wissen wollte, erfährt man hier es aus erster Hand.

Nicht zu vergessen die – laut König Ferdinand von Spanien – köstlichste Frucht der Welt: Die südamerikanischen Indianer nannten sie „Nana“, die Spanier „Pina“. Wir kennen sie heute als Ananas. Besuchen Sie mit uns eine der zahllosen Plantagen und schauen sich den Anbau der Früchte an.

Gibt es eigentlich eine süßere Verführung als Schokolade? Gut, dass auch die Kakaoproduktion als Grundstoff zart schmelzender Genüsse in Costa Rica ihre Tradition hat. Am besten nähert man sich der Geschichte, Tradition und heutigen Bedeutung der Kakao-Pflanze im Tirimbina-Reservat. Während einer Wanderung durch den Regenwald lernt man die Kakaopflanze in ihrer Ursprungsform kennen. Ein Exkurs in altertümliche Kakaoproduktionstechniken der Maya und Azteken gehört ebenso dazu wie die Beantwortung der Frage: Wie wird eigentlich aus Kakao Schokolade? Ob der Prozess gelungen ist, darf man schließlich bei einigen Kostproben selbst erschmecken.

Costa Rica – hier werden die Sinne verführt…

Daten & Fakten

Klima

In der Küstenregion um Puerto Limón herrscht tropisches Klima mit durchschnittlichen Temperaturen von 26 °C und ganzjährigen Niederschlägen.

Politik

Präsidialrepublik seit 1949. Verfassung von 1949. Die 57 Mitglieder des Parlaments werden auf vier Jahre gewählt.

Sprache

Amtssprache ist Spanisch. Englisch und Kreolisch werden ebenfalls gesprochen.

Währung

1 Costa Rica Colón (C) unterteilt sich in 100 Centimos, 100 C entsprechen ca. 0,12 Euro.

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