Charleston

Als älteste britische Siedlung wurde die Stadt 1670 gegründet und nach dem englischen König Charles II. „Charles Town“ genannt. Nach Ende des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges wurde daraus Charleston. Aus dieser Zeit stammen noch Hunderte der typischen Südstaatenresidenzen. Besonders das historische Geschäftsviertel ist von pastellfarbenen Gebäuden mit schmiedeeisernen Zäunen und üppigen Gärten geprägt.

Die berühmteste Sehenswürdigkeit der Umgebung ist die Boone Hall Plantage, eine riesige Baumwollplantage aus dem 18. Jahrhundert. Sie wurde durch Filme wie „Vom Winde verweht“ und „Fackeln im Sturm“ weltweit bekannt. Beim Anblick der von uralten Eichen gesäumten Auffahrt und des prachtvollen Herrenhauses ist noch etwas vom Zauber der Südstaatenzeit zu spüren.

Hafen Charleston

In der einstigen Südstaatenmetropole ist der Zauber vergangener Tage bis heute lebendig. Besichtigen Sie die Kolonialarchitektur des historischen Viertels bei einer gemütlichen Fahrt in der Pferdekutsche und bewundern Sie die hübschen Villen und blühenden Gärten. Wenn Sie sich ein Stück der besonderen Atmosphäre mit nach Hause nehmen möchten, werden Sie in einem der vielen Antiquitätenläden bestimmt fündig. Ein Besuch der herrschaftlichen Anwesen im Umland von Charleston versetzt Sie vollends in die Epoche der amerikanischen Pioniere. Die von uralten Eichen gesäumte Auffahrt der Boone-Hall-Plantage scheint direkt in die Vergangenheit zu führen.

„Ich werde einen Weg zu ihm finden – aber nicht heute. Verschieben wir es auf morgen.“ Wer kennt sie nicht, diese berühmten letzten Worte, mit denen Vivien Leigh alias Scarlett O’Hara im unvergessenen Südstaatenepos „Vom Winde verweht“ den Schlusspunkt setzt? Charleston verkörpert geradezu das Bild der Südstaaten mit seinen prachtvollen Plantagen und palastartigen Herrenhäusern. Doch keine Sekunde sollten Sie die Perle der alten Südstaaten, diese Stadt mit ihren rund 1.500 historischen Häusern, warten lassen. Zu schade wäre jede vergeudete Minute.

Nur wenige Schritte und gleich sind Sie mittendrin in diesem lebendigen Freilichtmuseum. 1670 zu Ehren des englischen Königs Charles II. (Charles Town) gegründet, weht in Charleston noch immer ein Hauch Aristokratie. Gepflegte Gärten, akribisch gemähte Rasen oder von Rosen umrankte Holzzäune sind nahezu ein Muss für jeden Hausbesitzer, der etwas auf sich hält. Hinzu kommen Gebäude aus der Kolonialzeit, aus dem 18. Jahrhundert und aus der Zeit vor 1840. Im Heyward-Washington-Haus (erbaut 1770) spürt man Geschichte: Thomas Heyward, Sohn des Plantagenbesitzers und Erbauers Daniel Heyward, gehörte zu den Mitunterzeichnern der Unabhängigkeitserklärung. Sogar George Washington hat hier eine Zeit lang gewohnt. Schon beim Spaziergang durch Charlestons Gassen und Alleen wie die Stoll´s Alley oder die East Bay Street, verliert man das Gefühl für die Gegenwart. Noch authentischer wird diese Erfahrung, wenn die Hufe der Kutschpferde übers historische Pflaster der Altstadt klappern. Vielleicht schafft es ja der geschulte Fotograf, Ihren Blick für das Besondere zu schärfen. Kommen Sie mit auf einen Foto-Spaziergang durch die Stadt und lassen Sie sich ein auf Belichtung, Entfernung und die Vorfreude auf ganz besondere Bilder.

Apropos Pferdekutsche: Bei einem Besuch der Boone Hall Plantage erwartet man förmlich, jeden Augenblick die junge Scarlett O’Hara um die Ecke biegen und im rauschenden Ballkleid die ehrwürdige Eichenallee hinauffahren zu sehen. Auf Boone Hall wird seit 1681 Plantagenwirtschaft betrieben; waren es früher Baumwolle und Reis, so erntet man heute Pecan-Nüsse, Erdbeeren, Tomaten und Pfirsiche. Berühmt geworden ist die Plantage jedoch als Kulisse für den Klassiker „Vom Winde verweht“, für den zumindest die Eichenallee Pate stand, und die TV-Serie „Fackeln im Sturm“, die hier gedreht wurde. Die Auffahrt zum Hauptgebäude mit seinen blendend weißen Säulen ist mehr als einen Kilometer lang, von uralten Eichen gesäumt und natürlich die meistfotografierte der USA. Boone Hall ist jedoch nicht nur ein landwirtschaftlicher Betrieb, sondern auch ein Stück Geschichte. An der so genannten Sklavenstraße sind neun Unterkünfte der einstigen Sklaven aus dem 18. Jahrhundert erhalten.

Das Romantiker-Herz schlägt höher beim Anblick der eindrucksvollen Magnolia-Plantage mit ihren Gärten! Rund 300 Jahre alt ist das 24 Hektar große Anwesen, das seit 1671 im Familienbesitz der Draytons ist. Und die haben mit Blumenpracht nicht gerade gegeizt. Der herrliche englische Garten von 1680 wurde so angelegt, dass es hier das ganze Jahr über blüht und duftet. Wunderschöne Seerosenteiche gehören ebenso zum Bild wie wilde Sumpflandschaften. Mit einem Minizug können Sie die gleich „nebenan“ liegenden Audubon-Sümpfe entdecken. Hier fühlen sich viele Vogelarten, aber auch Alligatoren wohl.

Nur mit dem Boot erreichen Sie hingegen Bulls Island, eine Insel, auf der schon die ersten Siedler landeten. Die knapp zehn Kilometer lange Insel gehört zum Naturreservat Cape Romain. Das 26.000 Hektar große Schutzgebiet wurde 1932 für bedrohte Vogelarten vorgesehen, heute ist es gleichzeitig das größte Brutgebiet der Meeresschildkröten außerhalb Floridas. Unberührte Natur sowie eine einzigartige Tierwelt mit Adlern, Falken und Wölfen erwartet die Besucher auf ihrer Inselexkursion.

Schieben Sie die Eroberung der Perle der Südstaaten nur nicht auf die lange Bank – schon gar nicht, wenn das Schiff in Charleston anlegt.

Daten & Fakten

Größe

Mit etwa 120.000 Einwohnern ist Charleston die zweitgrößte Stadt des US-Bundesstaates South Carolina und gilt als Metropole des Südens. 1886 wurde die Stadt bei einem Erdbeben weitgehend zerstört, wieder aufgebaut und gilt heute als ein nordamerikanisches Architektur-Juwel.

Klima

Im Sommer prägen große Hitze und Schwüle das feucht-tropische Klima des so genannten Sun Belt. Nicht selten steigt das Thermometer über 30 ºC. Die Winter sind sehr mild mit Durchschnittstemperaturen um die 17 ºC.

Politik

In den USA gilt als Staatsform eine Präsidiale Bundesrepublik.

Sprache

Englisch

Währung

Ein US-Dollar ($) unterteilt sich in 100 Cent, 1 $ entspricht ca. 0,80 Euro.