Bei diesem Namen denken die meisten an den Film mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann, der in Marokkos gleichnamiger Stadt spielte. Filmzitate wie, „Ich seh dir in die Augen Kleines.“, sind unvergessen. Bei Ihrem Stadtbesuch sollten Sie Augen für Casablancas architektonische Reize haben – beispielsweise für die Alte und Neue Medina.

Die neue Altstadt von 1923 ist eine gelungene Mischung traditioneller arabischer Baukunst und moderner Architektur. Das alles überragende Bauwerk, die monumentale Moschee Hassan II., bietet Ihnen vom 200 m hohen Minarett eine grandiose Aussicht.

Hafen Casablanca

Schon von Weitem wird deutlich, dass das Minarett der Hassan-II.-Moschee mit 210 Metern zweifelsohne das weltweit höchste religiöse Bauwerk ist. Der imposante Bau bietet Platz für insgesamt 25.000 Menschen im Inneren und 80.000 auf dem Vorplatz. Deutlich kleiner, dafür aber mit einer Bar ausgestattet, ist Rick’s Café. Eigentlich bekannt als Dreh- und Angelpunkt verschiedenster Machenschaften im Kinoklassiker „Casablanca“, ist der liebevolle Nachbau eine Hommage an Humphrey Bogarts Zeit in Marokko.

Casablanca/Marokko

– „Weißes Haus“ mit Bogart-Flair –

Denken Sie auch zuerst an den Film? Mit dem berühmten Satz von Humphrey Bogart? Die marokkanische Metropole Casablanca (übersetzt „Weißes Haus”) ist mit 3,6 Millionen Einwohnern Afrikas drittgrößte Stadt. Die Weltenbummler gaben sich hier schon vor Erfindung des tränenreichen Abschieds auf dem Rollfeld die Koffer in die Hand. Denn der größte Hafen des Landes ist das ideale Tor zur Zauberwelt Marokkos, ein Land von außergewöhnlicher Schönheit und voller Kontraste. Gebirgszüge scheinen wie mit dem Lineal gezogen: Mittlerer Atlas, Hoher Atlas und Anti-Atlas – alle schön parallel von Nordosten nach Südwesten. Dahinter liegt die Sahara. Und die ist überraschenderweise an vielen Stellen grün und fruchtbar.

Casablanca ist die wirtschaftliche Hauptstadt Marokkos mit internationalem Flair. Die tatsächliche Hauptstadt des Landes ist Rabat. Sie erinnert neben Marrakesch an die mittelalterlichen arabischen Dynastien, die einst Marokkos Macht und Ruhm bestimmten. In Casablanca schweben die Spitzen des Minaretts der Hassan II. Moschee in der luftigen Höhe von 200 Metern; auf ihnen drei unterschiedlich große Goldkugeln – zusammen 3,7 Tonnen schwer. Den Weg nach Mekka weist ein Laserstrahl, schnurgerade und unbeirrbar. Eine wichtige Orientierungshilfe, denn in den Gebetssaal passen locker 20.000 Gläubige. Weitere 80.000 finden auf einer Plattform außerhalb Platz. Die zweitgrößte Moschee der Welt (Mekka hat die größte) ist auf Klippen direkt am Meer gebaut. Sie steht auf über 25.000 Säulen und besitzt 124 Brunnen. Der Preis dieses Superlativs im Namen Mohammeds: 613 Millionen Euro Baukosten.

Ein Vorort wie in Florida! Entlang der palmengesäumten Küstenstraße Corniche geht es zum edlen Villenviertel – überall Traumdomizile mit Pool und herrlichen Gärten. Die Christen im Lande sind eine verschwindend geringe Minderheit (1,1 %). Umso mehr beeindruckt die Kirche Notre Dame mit ihren kunstvoll gearbeiteten Glasfenstern. Die Neue Medina stellt eine gelungene Verbindung traditioneller arabischer Baukunst und moderner Architektur dar. Herausragend ist das Gerichtsgebäude, die Mahakma du Pascha, im spanisch-maurischen Stil. Der imposante Königspalast steht gleich daneben. Außerdem befindet sich hier der Souk der Einheimischen. Täglich wird dort um Gemüse, Fisch, Lederwaren, Kunsthandwerk und allerlei Gewürze gefeilscht.

Rabat – Königsstadt mit wechselhafter Vergangenheit: Phönizier ankerten in der Mündung des Bou-Regreg-Flusses. Kriegerische Berberstämme bauten hier ihre Klosterburg. Sultane kamen und gingen, die Franzosen unter General Lyautey wählten Rabat 1912 zur Hauptstadt Marokkos. Sie gaben der Stadt ihr Gesicht mit Palmenstraßen und eleganten Villenvierteln. Der imposante Königliche Palast liegt auf dem Weg zur Chellah, der Grabstätte der Meriniden. Eine Mauer aus dem 14. Jahrhundert umschließt das auf einem Hügel gelegene Areal. Drinnen deckte die Natur den grünen Mantel des Schweigens über die Totenstadt, Blüten umranken die Ruinen und symbolisieren neues Leben. Wächter in Trachten und Pluderhosen bewachen das Mausoleum von Mohammed V., eine Gedenkstätte mit Bildern aus dem Leben des beliebten Königs, der Marokko zur Unabhängigkeit führte. Die wehrhafte Kasbah des Oudaia ist eines der wichtigsten Bauwerke aus der Almohadenzeit. Der Rundgang durch den andalusischen Garten versetzt Sie in eine zauberhafte Märchenwelt.

Gleich gegenüber auf der anderen Seite des Flusses liegt Rabats „stille Schwester“ Salé, die Stadt des Handels und des Handwerkes. Hier werden kunstvoll keramische Produkte, Teppiche und Holzarbeiten gefertigt. Das bekannte Töpferzentrum Salés genießt internationales Ansehen. Durch das Bab el Misra, das älteste Tor der Stadt aus dem 13. Jahrhundert und durch die engen Gassen der Medina gelangen Sie zur 1340 erbauten Medersa Abu el Hassan. Diese Koranschule gilt als das schönste Bauwerk aus der Merinidenzeit.

In kaum einer Stadt Marokkos mischen sich die Gegensätze so wie in Marrakesch. Junge Mädchen in Jeans oder Kaftan, Bettler, Gaukler, Marktschreier, Handwerker, Nomaden aus der Wüste und reiche Marokkaner in eleganter Designermode. Vor den schneebedeckten Gipfeln der Atlas-Viertausender liegt das rote Häusermeer, aus dem sich die goldenen Kuppeln der Paläste erheben. Deutlich ist das Wahrzeichen der Stadt, das Minarett der Koutoubia-Moschee, auszumachen. In dem 1900 gebauten prächtigen Bahia-Palast residierten einst die Wesire und Sultane. In dem Labyrinth aus Säulen, Sälen, Gängen und Galerien kann man sich leicht verlaufen. Genauso ergeht es einem in den Souks. Von Töpferwaren bis Wollfärbereien, von Teppichmärkten bis Schmiedearbeiten – die „Welt“ des ständigen Feilschens befindet sich in einem Irrgarten aus Gassen und Hohlwegen. Auf dem Platz Jemaa el Fna im Herzen der Medina lassen Märchenerzähler, Schlangenbeschwörer, Wasserträger und fliegende Händler 1001 Nacht auferstehen.

Etwa eine Stunde von Casablanca entfernt liegt die malerische Kleinstadt Azzemour. Ihre mittelalterlichen Mauern beherbergen die gut erhaltene Medina, in der Sie Zeit für einen kleinen Bummel haben. Nahebei liegt in einer Atlantikbucht das Hafenstädtchen El Jadida. Das Kleinod kann seine portugiesische Vergangenheit nicht leugnen, nicht einmal unter der Erde! Die 1541 gebaute Portugiesische Zisterne war im Laufe der Jahre Wasserreservoir, Waffenkammer und Schutzbunker.

Egal ob ober- oder unterirdisch: Entdecken Sie Marokko!

Daten & Fakten

Größe

Casablanca ist die größte Stadt Marokkos und die drittgrößte Stadt Afrikas. Sie liegt südlich der Hauptstadt Rabat direkt an der Atlantikküste. Hier leben ca. 3,6 Millionen Menschen.

Klima

Angenehmes Mittelmeerklima, ab Mai geht die Temperaturkurve besonders steil nach oben: von Juni bis September kaum noch unter 28 °C. Von Juni bis August ist nur selten mit Regen zu rechnen, September und Oktober haben 8 bis 13 Regentage.

Politik

Konstitutionelle Monarchie seit 1962, das Parlament und die Nationalversammlung werden alle fünf Jahre gewählt.

Sprache

Amtssprache ist Arabisch. Als Geschäfts-, Wirtschafts- und Bildungssprache ist Französisch sehr verbreitet.

Währung

Der Dirham (DH) unterteilt sich in 100 Centimen; 10 DH entsprechen ca. 0,90 Euro.

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