Der einzige Inselstaat Arabiens fasziniert durch seine unglaublichen Kontraste. Die Königsgräber von Al-A‘ali, der größten prähistorischen Grabstätte der Welt, entführen Sie in das 2. und 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Die Skyline der Hauptstadt Manama dagegen ist geprägt von modernen Hochhausfassaden. Bei einem Besuch auf dem Souk, dem traditionellen Markt, sollten Sie sich Zeit nehmen für einen arabischen Kaffee mit Kardamom und Safran.

Auch die ganze Pracht des berühmten Gold-Souks von Bahrain zu erfassen, auf dem das edle Metall im wahrsten Sinne des Wortes „pfundweise“ gekauft wird, braucht einen Augenblick länger.

Hafen Bahrain

„Klein, aber fein“ lautet die Maxime in Bahrain. Der Zwergstaat erstreckt sich auf 33 Inseln im Persischen Golf, deren Gesamtgebiet in etwa der Fläche Hamburgs gleichkommt. Trotzdem ist Bahrain ein großer Name, besonders unter Motorsportfans. Seit 2004 ist das Rennen auf dem Bahrain International Circuit eine Etappe des Formel-1-Zirkus. Mit einer Besonderheit: Aus Respekt vor dem muslimischen Glauben erwartet den Sieger hier anstelle der traditionellen Champagnerdusche eine Magnumflasche mit Rosen wasser. Bei einer Fahrt über die Teststrecke nahe der Hauptstadt Manama können Sie selbst echte Formel-1-Luft schnuppern. Wer es beschaulicher mag, kann die zahllosen Beach Resorts der Inseln genießen. Die künstlich auf geschütteten, traumhaft weißen Strände machen Bahrain zum liebsten Ausflugsziel der arabischen Welt – ein Urlaubsvergnügen, dem selbst ein Scheich nicht widerstehen kann!

Das kleine „Land der zwei Meere“ fasziniert mit einer großen Vergangenheit: Hier soll der sumerischen Mythologie nach das paradiesische Land Dilmun gelegen haben – 3000 Jahre vor Christus. Gilgamesch, Held des gleichnamigen Epos und König von Uruk, suchte und fand im hier vermuteten Garten Eden seinerzeit die Pflanze der Unsterblichkeit. Erleben auch Sie die lebendige Geschichte Bahrains!

Das Nationalmuseum in Manama gilt als eines der größten der Golfregion. Hier entdecken Sie historische Exponate in modernem Ambiente zur Geschichte und Kultur des Landes, z.B. eine komplette Souk-Gasse aus den 1930ern. Der an einer Lagune gelegene Freiluftbereich zeigt verschiedene Bootstypen, wie die berühmten Dhaus. Ebenfalls in Manama befindet sich das Handicraft Village, ein Handwerkszentrum, das sich dem Erhalt alter Traditionen und Techniken verschrieben hat. In den Werkstätten können Sie bei der Fertigung von Schmuck, Holzobjekten, bestickten Stoffen, Kalligrafien, Glasarbeiten, Wollteppichen oder Töpferwaren zuschauen – und in der dazugehörigen Verkaufsgalerie Ihr ganz persönliches Lieblingsstück entdecken. Orientalische Einsichten erhalten Sie in Muharraq, Bahrains zweitgrößter Stadt. Nordöstlich von Manama auf der gleichnamigen Halbinsel gelegen, geht es hier weitaus traditioneller zu. Davon können Sie sich bei einem Bummel durch den Souk und die Gassen der Altstadt mit ihren typischen Häusern selbst überzeugen. Herrschaftliches Wohnen im 19. Jahrhundert können Sie im Sheikh Isa Bin Ali-Haus bewundern.

Historisch bedeutsam, und heute wieder ganz aktuell sind die traditionellen Windtürme. Ein Beispiel ihrer genialen Konstruktion finden Sie im Bahraini-Haus und im Sheikh Isa Bin Ali-Haus. Weit vor Klimaanlage und elektrischem Strom war so eine völlig ökologische Form der Gebäudekühlung möglich, da hierfür allein die Energie des Windes genutzt wird. Das Highlight der Hauptstadt aber ist die Große Moschee Al-Fateh mit ihren zwei 70 Meter hohen Minaretten. Ausnahmsweise ist hier auch Nicht-Muslimen der Eintritt erlaubt. Die 25 Meter messende gigantische Kuppel und der kostbare Kronleuchter mit seinen 952 Lampen bringen Sie ebenso zum Staunen, wie die edlen Materialien: Marmor aus Italien, Kristallglas aus Frankreich, Teakholz aus Indien und Teppiche aus Schottland. 7.000 Gläubige finden im Gebetsraum Platz. Die Kosten des Bauwerks betrugen stolze 20 Millionen Dollar.

Etwas außerhalb, nahe der kleinen Ortschaft Saar, liegen Bahrains gewaltigster Friedhof mit ca. 100.000 Grabstätten aus den verschiedensten Epochen und über 4.000 Jahre alte Tempelreste aus der Dilmun-Zeit. Noch weiter westlich liegt das Al-Jasra-Handwerkszentrum, in dem Weber, Töpfer und Glasmaler ihre Fingerfertigkeit zeigen. Was wäre der Handel in Wüstengegenden ohne die Kamele gewesen: In der Yanabiya-Kamelfarm, einer der bedeutendsten des Landes, werden an die 200 Kamele gehalten. Heute dienen sie aber eher dem Rennvergnügen als dem Warentransport. Doch die Bewohner Bahrains leben nicht nur in der Vergangenheit. Scheinbar mühelos ist es ihnen gelungen, eine Brücke in die Gegenwart zu schlagen. Symbol dafür ist der King Fahad Causeway. Diese ebenso gewagte wie gewaltige Damm- und Brückenkonstruktion verbindet seit 1985 auf 25 Kilometern die Insel mit Saudi-Arabien und ist die derzeit teuerste Überführung der Welt. Werfen Sie vom Aussichtsturm ruhig mal einen Blick auf die andere Seite. Ein Novum bietet das Bahrain World Trade Center: Seine beiden 240 Meter hohen segelförmigen Haupttürme sind durch Querstreben miteinander verbunden. Das ist ja eigentlich nichts Besonderes, wären da nicht drei Windkraftanlagen integriert. Ganz in der alten Tradition der Windtürme mischt die Natur in der Architektur mit.

Das im Norden gelegene Arad Fort erinnert an die Zeit der portugiesischen Herrschaft Anfang des 16. Jahrhunderts. 300 Jahre später wurde die Festung aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage an der Muharraq-Bucht von den Omanis als militärisches Hauptquartier auserkoren und im arabischen Stil ausgebaut. Große Geschichte wird auch im Bahrain Fort erlebbar. Die vermutlich erste Stadt Bahrains, deren älteste Ruinen auf 2.200 v. Chr. datiert sind, beherrschten im Laufe der Zeit Kassiten, Perser, Griechen, Araber und Portugiesen. Hier soll einst das sagenhafte Dilmun gewesen sein, Zentrum des Handels und der Perlentaucherei.

Im Herzen der Insel erhebt sich der mit 130 Metern höchste „Berg“ Bahrains Jebel Dukhan. In seinem Schatten gedeiht einsam und allein der Baum des Lebens, eine mehr als 400 Jahre alte Riesen-Akazie. Woher sie ihr Wasser bezieht, gilt bis heute als Mysterium. Zu Füßen des Hügels wurde am 2. Juni 1932 erstmals Öl gefördert. Heute bilden die von Ölpumpen und Fördertürmen umgebenen Steinbrocken einen fast surrealen Anblick. Die erste Ölquelle des Landes und das Ölmuseum künden noch heute vom wirtschaftlichen Aufschwung.

Willkommen im Jetzt! Bahrain International Circuit (BIC) heißt die berühmte, 5.417 Meter lange Formel 1-Rennstrecke, die für den 2004 erstmals ausgetragenen „Bahrain Grand Prix“ mitten in die Wüste gebaut wurde. Kostenpunkt: 150 Millionen Dollar! Dafür verspricht die perfekte Verbindung von traditionellem Design und modernster Streckenführung Adrenalin pur. Formel 1-Fans wissen natürlich, dass Michael Schumacher diesen Preis gleich im Einweihungsjahr gewann!

Bahrain – Geschichte und Gegenwart sind hier gleichermaßen lebendig!

Daten & Fakten

Größe

Das Königreich Bahrain besteht aus rund 33 Inseln und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 711 km². Damit ist der einzige Inselstaat Arabiens nicht einmal so groß wie der Stadtstaat Hamburg. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 688.000. Die Hauptstadt Manama hat ca. 200.000 Einwohner.

Klima

Subtropisch und heiß. Regen fällt nur an wenigen Tagen in den Wintermonaten (Oktober bis April). Doch auch im Winter klettert das Thermometer auf 25 bis 35 ˚C. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei bis zu 80 Prozent. Im Sommer werden Temperaturen von 45 ˚C erreicht.

Politik

Staatsform ist eine konstitutionelle Monarchie, seit 1783 fest in der Hand der Familiendynastie Al-Chalifa.

Sprache

Arabisch

Währung

Der Bahrain Dinar (BD) unterteilt sich in 1.000 Fils. 1 BD entspricht ca. 1,90 Euro.

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