Mit angeblich 365 Stränden bietet Antigua für Sonnenanbeter und Wassersportler mehr als genug Abwechslung. Aber auch die Historie der Insel klingt reizvoll. English Harbour, der Naturhafen im Inselsüden, war im 18. Jahrhundert der größte britische Flottenstützpunkt in der Karibik. Die dazugehörige Werft, Nelson’s Dockyard, wurde aufwändig restauriert und ist heute Ziel für Segler aus aller Welt.

Die landschaftlichen Schönheiten Antiguas offenbaren sich Ihnen bei einer Fahrt über den berühmten Fig Tree Drive. Über sanfte Hügelketten geht es vorbei an kleinen Dörfern, alten Zuckermühlen, an Feldern mit Ananas, Avocados und Mangos – und an Bananenplantagen. Feigen werden Sie vergeblich suchen. „Fig Tree“ heißt in der Sprache der Einheimischen nämlich nicht Feigenbaum, sondern Bananenstaude.

Hafen Antigua

In einer geschützten Bucht an der Südküste Antiguas fanden die Engländer im 18. Jahrhundert einen idealen Ankerplatz für ihre Karibik-Flotte. Zur Verteidigung errichteten sie die mächtigen Hafenanlagen von English Harbour. Als deren Kommandant ging Admiral Horatio Nelson in die Geschichte ein. Das nach ihm benannte Admiral’s Inn in den restaurierten Werftgebäuden von Nelson’s Dockyard ist der Treffpunkt für einen Drink unter Seglern und Kreuzfahrern. Sie würden gern selbst Segel setzen? Bei einer Regatta in der Bucht von Falmouth gehören Sie zur Crew und können sogar einmal das Ruder übernehmen. Oder fahren Sie lieber unter Piratenflagge? Dann heuern Sie auf der „Black Swan“ an und beweisen Sie beim Plankenlaufen und Seilschwingen, dass Sie das Zeug zum größten Piraten der Karibik haben.

Wer auf Antigua nicht ins Träumen gerät, dem ist eine Kokosnuss auf den Kopf gefallen. Weißer Sand, Schatten spendende Palmen, türkisfarbenes Meer, blauer Himmel: Auf der Insel der Freibeuter und Piraten reiht sich Badebucht an Badebucht, eine schöner als die andere. 365 Strände – für jeden Tag im Jahr einen!

Doch die „große“ Insel der Kleinen Antillen kann mehr als das – Historisches zum Beispiel. Höhepunkt jeder Rundfahrt auf Antigua ist der Besuch im alten britischen Marinestützpunkt: English Harbour. Hier führte Englands Nationalheld Admiral Nelson von 1784 bis 1787 das Kommando. Die renovierten Hafen- und Werftgebäude rund um Nelson’s Dockyard sind nun ein Nostalgieviertel und munterer Segler-Treff. Shirley Heights ist die größte Befestigungsanlage. Die Reise zurück in die Vergangenheit der Insel geht auch per Multi-Media: Die Filmvorführung im Dow‘s Hill Interpretation Centre vermittelt einen informativen Überblick über Antiguas bewegte Geschichte. Von der Besucherterrasse aus können Sie den Blick über die Insel schweifen lassen. Noch besser geht das aus der Vogelperspektive: Steigen Sie in den Helikopter und schon genießen Sie das Panorama. So haben Sie die Karibik noch nie gesehen. Bei einem Rundflug über die Nachbarinsel Montserrat können Sie sich ein Bild von der Urgewalt machen, die unter der Oberfläche lodert. 1995 wurde bei einem Vulkanausbruch des Soufrière Hill ein großer Teil der Insel verwüstet. Wie ein neuzeitliches Pompeji ist die Hauptstadt Plymouth seither von einer meterdicken Asche- und Geröllschicht bedeckt. Weil der 1.500 Meter hohe Vulkan noch aktiv ist, bleibt der Inselsüden weiter Sperrgebiet.

Antiguas landschaftliche Reize offenbaren sich im Inneren! Bei der Fahrt auf dem legendären Fig Tree Drive (Feigenbaum-Weg) wechseln sich vulkanische Landschaften mit alten Zuckermühlen und Landkirchen ab. Auch Old Road, das älteste Inseldorf, liegt auf dem Weg. Wandern ist eine Alternative – vor allem, wenn Sie etwas über einheimische Pflanzen erfahren wollen. Es geht durch den Regenwald, über schwankende Hängebrücken und zu einem Aussichtpunkt mit herrlichem Blick auf die Südküste. Im Claremont-Tal werden auf der gleichnamigen Farm süße Ananas angebaut. Probieren Sie: frisch gepflückt schmeckt besser als aus dem Supermarkt. In Buckley‘s Village wiederum befindet sich Michael Hunts‘ Keramik-Galerie. „Ungewöhnliche Werke an einem ungewöhnlichen Ort“ lautet sein Motto! Im schönen Tal von Body Pond macht das Fahren im offenen Landrover abseits der Straße besonders viel Spaß. Wahlweise können Sie Antigua auch im Safari-Jeep erleben. Zum Stelldichein an der Rendezvous Bay kommen Sie auf dem Landweg aber nur mit dem Allradfahrzeug. Bei diesem 4×4-Trip steigert eine Wanderung durch Wallings Forest die Vorfreude auf den Stopp am einsamen Strand. Strandleben, Tauchen, Schnorcheln und Segeln zählen selbstverständlich zu den Hauptattraktionen. Ein Muss ist der Aufenthalt an einem der 365 Traumstrände, wie etwa Turner’s Beach oder Darkwood Beach. Mit einem Katamaran gerät die Anfahrt zu den Badebuchten und Schnorchelrevieren besonders schnittig! Freizeitkapitäne genießen die Segelregatta vor Antiguas Südküste. Mit einer 40-Fuß-Segelyacht Beneteau 40.7 geht es hinaus aufs Meer, hier dürfen Sie das Ruder auch selbst in die Hand nehmen. Die kleinen Urlauber hingegen kommen im Wadadli-Tierpark auf ihre Kosten.

Warum nicht Vergnügen und Entdeckerlust miteinander verbinden? Per Kajak auf den Spuren der Seevögel in ihrer natürlichen Umgebung: Idealer Ausgangspunkt zu den Mangrovenwäldern und verträumten Buchten ist die Mercers Creek Bay, in den Gewässern des North Sound gelegen. Im Motorboot fahren Sie weiter zum unbewohnten Vogelparadies Bird Island. Dort warten eine versunkene Höhle und versteckt gelegene Strände auf Entdecker. Und wenn Sie sich bei Seaton’s Village von der Beobachtungsplattform aus ins Wasser trauen, können Sie zwischen Mangroveninseln auf einer Sandbank mit den hier lebenden mächtigen Rochen auf Tuchfühlung gehen. Oder Sie reiten von der Runaway Bay über Traumstrände zum historischen Fort James an der Hafeneinfahrt der Hauptstadt St. John’s – auf der einen Seite das Meer, auf der anderen die Kokospalmen. Doch lassen Sie die Inselhauptstadt nicht ganz links liegen. Ein Spaziergang durch die historischen Straßen von St. John’s führt vorbei an der Kathedrale und dem Regierungsgebäude und schließlich ins pralle Leben auf dem Handwerker- und Fischmarkt.

Sie mögen es sportlich? Dann ab auf die Bäume. Beim Canopy in den Baumwipfeln des so genannten Sekundärwaldes auf Antigua, dem nachgewachsenen Regenwald, sausen Sie an Seilen und mit Gurten gesichert von Baum zu Baum. Und weiter auf Schusters Rappen zum Strand, um nach einer kurzen Badepause die Rückfahrt per Katamaran zu genießen. Entlang des Cades Reef und der karibischen Westküste führt eine aufregende Schnellboot-Tour rund um die Insel. In den mehr als 12 Meter langen offenen Booten geht es zur Ostküste nach Green Island, wo ein Karibiktraum am Strand und im Wasser wahr wird. Anschließend in den Süden der Insel – nebenbei trocknet der Fahrtwind auf dem Meer noch die Haare…

Daten & Fakten

Größe

Antigua ist eine Insel der Kleinen Antillen in der Karibik. Sie ist 340 km² groß (Nord-Süd-Ausdehnung 18 km; Ost-West-Ausdehnung 20 km) und hat ca. 77.000 Einwohner.

Klima

Das tropische, recht trockene Klima wird durch die ständig wehenden Seewinde angenehm beeinflusst. Die Temperaturen liegen ganzjährig zwischen 25 und 32 °C.

Politik

Seit 1981 ist Antigua eine unabhängige Republik und Mitglied des Commonwealth. Staatsform ist eine parlamentarische Monarchie mit der englischen Königin an der Spitze, vertreten durch einen Generalgouverneur.

Sprache

Landessprache ist Englisch. Ferner wird Patois, ein karibischer Dialekt, gesprochen.

Währung

Zahlungsmittel ist der East Caribbean Dollar, der sich in 100 Cents unterteilt. 1 East Caribbean Dollar entspricht ca. 0,30 Euro.

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