Unser Tipp für alle, die möglichst viel von Islands grandiosen Natur erleben möchten: Gehen Sie mit unseren Scouts auf eine zweitägige Hochlandtour. Von Akureyri aus besuchen Sie zunächst den Godafoss-Wasserfall, der donnernd in einer 30m breiten Kaskade hinabstürzt.

Rund um den riesigen Myvatn-See können Sie bizarre Vulkanformationen und dampfende Schlammpfuhle bestaunen.

Hafen Akureyri

Von hier aus sind es nur noch 50 Kilometer bis zum kalten Polarkreis. Für die Bewohner von Akureyri ist das allerdings kein Grund, es sich hier nicht trotzdem gemütlich zu machen. Der behagliche Ort am Ende des Eyjafjords ist das Tor zum Norden der Insel, der mit seinem rauen Hochland zu unvergesslichen Ausflügen einlädt. Mit einem komfortablen Reisebus geht es zum Mývatn oder Mückensee, dessen türkisfarbenes Wasser von bizarren Vulkanformationen umgeben ist. Die bekanntesten von ihnen sind die Dimmuborgir, die ihrem Namen alle Ehre machen und aus der Ferne tatsächlich wie die Ruinen von „dunklen Burgen“ aussehen. Wer nach so viel dramatischer Landschaft Entspannung sucht, findet sie in den warmen Wassern der einzigartigen Mývatn-Naturbäder – Wellness auf nordische Art!

Bildlich gesprochen ist Akureyri gerade mal einen Steinwurf vom Polarkreis entfernt. Genau genommen sind es knapp hundert Kilometer. Besucher dieser Gegend würden eher mit Gänsehaut an freilaufende Eisbären denken; stattdessen finden sie eine Stadt, die alles zu bieten hat, was man von einer Metropole erwarten kann: Supermärkte, Geschäfte und Banken. Nur Eisbären gibt es nicht, denn denen ist es hier im Sommer viel zu warm. Die am Ende des 90 Kilometer langen Eyjafjördur gelegene Stadt mit gut 17.000 Einwohnern ist nach dem Ballungsgebiet Reykjavik die zweitgrößte Stadt des Landes. Das Zentrum wird durch die Einkaufsstraße Hafnarstraeti bestimmt, die allerdings endet, bevor sie richtig begonnen hat. Aber die wahren Naturschätze sind ohnehin eher in der Umgebung zu finden. Damit geht es gleich hoch über dem Fjord noch oberhalb der Akureyrar-Kirche im Südwesten der Stadt los: Wenn Sie wissen möchten, was in der Arktis wächst und gedeiht, besuchen Sie den 1910 angelegten Botanischen Garten. Außerdem wird hier mit Pflanzen aus gemäßigten Breiten und den Hochgebirgen der Erde experimentiert. Wer schafft es, am Rande der Arktis zu überleben?

Obgleich nur bescheidene zwölf Meter hoch, beeindruckt die donnernde Kaskade des Godafoss durch die schiere Gewalt der Wassermassen, die sich in großer Breite in eine Schlucht stürzen. Der Name soll aus der Zeit der Christianisierung auf Island um das Jahr 1000 herum stammen. Der norwegische König Olaf hatte für den Fall, dass die Isländer Heiden bleiben würden, mit einem Holzembargo gedroht. Der Schiffbau war jedoch lebenswichtig für die Region, also machten die Bürger kurzen Prozess mit ihren alten Götterstatuen und warfen sie den Wasserfall hinunter, der fortan „Godafoss“ (Wasserfall der Götter) hieß.

Myvatn oder Mückensee ist der viertgrößte See Islands. Er liegt 277 Meter ü. d. M. und ist 37 Quadratkilometer groß, an der tiefsten Stelle aber nur knapp fünf Meter tief. Der Mückensee macht seinem Namen besonders im Sommer alle Ehre, wenn die Insekten als schwarze Wolken über dem See tanzen. Während des Frühlings sorgen die hier brütenden Entenarten für eine willkommene Reduzierung der Plagegeister. Im Gebiet rund um den See ist die Vielfalt vulkanischer Bildungen besonders stark ausgeprägt, da die Grenze zwischen der eurasischen und der amerikanischen Kontinentalplatte genau hier verläuft. Brodelnde Schlammpfuhle bei Námaskard erinnern daran, welch schiere Kräfte da unter der Erde schlummern. Und der verwirrende Lava-Irrgarten von Dimmuborgir lädt zum Verlaufen ein, deshalb sollten Sie besser dicht beim Reiseleiter bleiben. Die faszinierenden Pseudokrater bei Skútustadir sind jedoch keine Vulkane an sich, sondern entstanden vielmehr, als heiße Lavabrocken von den Vulkanen rings um den Myvatn ins seichte Wasser gespuckt wurden. Zweifellos eine der größten Attraktionen der Gegend sind die Naturbäder von Myvatn. Die einzigartige Mischung aus Mineralien, Silikaten und geothermalen Mikroorganismen macht ein Bad zu einem wohltuenden Erlebnis für Körper und Seele.

Der Torfhof Laufas war im 19. Jahrhundert ein Großgehöft mit Kirche in dem bis zu 40 Personen lebten und arbeiteten. Im heute als Heimatmuseum genutzten Gebäudekomplex können Sie die Strukturen des Zusammenlebens an der Raumaufteilung ablesen. Der Bau eines solchen Hauses dauerte oft sehr lange, weil man auf das geeignete Treibholz warten musste. Von weitem sieht der Torfhof aus wie ein großer Grashügel. Drinnen herrscht schlichte Behaglichkeit.

Aber auch auf dem Rücken der kleinen, robusten Island-Pferde können sie die faszinierende isländische Natur erleben. Wussten Sie, dass ein Island-Pony, das seine Heimat einmal verlassen hat, nie wieder zurückkehren kann? Nur so war es möglich, dass der Stammbaum von der Wikinger-Zeit bis heute unverändert geblieben ist. Fünf Gangarten haben die kleinen Vierbeiner anzubieten: Sie reichen vom gemütlichen Spaziergang bis zum Galopp. Ein einmaliges Erlebnis ist der Polarflug zur Insel Grimsey, die etwa 40 Kilometer von der nördlichen Küste Islands entfernt ist. In den bis zu 100 Meter steil abfallenden Klippen im Norden der fünf Quadratkilometer großen Insel nisten zahlreiche Seevogelarten. Von oben betrachtet, ist die wilde Schönheit der Landschaft noch beeindruckender. Außerdem ist die Insel der einzige Teil des isländischen Hoheitsgebietes, welches den Polarkreis auf 66°33′ berührt. So weit nördlich kommen Sie so schnell nicht wieder!

Daten & Fakten

Größe

Akureyri mit ca. 18.000 Einwohnern liegt am Ende des 90 Kilometer langen Eyjafjördur im Norden der Insel Island. Island, knapp unterhalb des Polarkreises gelegen, ist mit 103.000 km2 die zweitgrößte Insel Europas.

Klima

Der Golfstrom sorgt trotz der nördlichen Lage für ein gemäßigtes Klima. Die Sommer in Island sind relativ kühl, das Wetter ist allgemein recht wechselhaft. Die Temperaturen im Sommer liegen zwischen 10 und 15 °C.

Politik

Island ist seit 1944 eine Republik, aus diesem Jahr stammt auch die Verfassung. Das Parlament heißt Althing.

Sprache

Isländisch

Währung

1 Isländische Krone (ISK) unterteilt sich in 100 Aurar, 100 ISK entsprechen ca. 0,60 Euro.

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