Trinkwasser auf Kreuzfahrtschiffen

Was du in deinem Leben wohl am meisten brauchst ist Wasser. Das ändert sich auch nicht, wenn du dich dazu entschließt, eine Kreuzfahrt anzutreten. Die Blase drückt – du brauchst Wasser zum spülen. Du hast Durst – egal was du trinkst, in den meisten Fällen ist Wasser mit dabei. Auch auf Kreuzfahrt verhält es sich so, dein Bedarf an Wasser unterscheidet sich nicht, egal ob du dich im Urlaub oder zuhause befindest. Zwar kochst und wäschst du an Bord nicht selbst, aber es wird für dich getan, also wird es deinem Kopf zugerechnet. 

Doch das wichtigste Wasser ist auch an Bord das Trinkwasser, doch wo kommt es eigentlich her wenn du dich auf dem Schiff befindest? Mal so am Rande: auf älteren Schiffen findest du sogar noch einen Wasserspender in den Gängen. 

Inhaltsverzeichnis

Wieviel Wasser verbraucht ein Passagier auf Kreuzfahrt?

Die Angaben zum Wasserverbrauch pro Kopf am Tag entnehmen wir an dieser Stelle einmal von der Meyer Werft. Natürlich variiert der Verbrauch von Reisendem zu Reisendem. Laut der Meyer Werft in Papenburg liegt der Wasserverbrauch eines einzelnen Passagiers am Tag zwischen 200 und 250 Litern. Wenn wir das an dieser Stelle auf ein Kreuzfahrtschiff mit 2000 Passagieren rechnen, so sind wir bei 400.000 bis 500.000 Liter Wasserverbrauch pro Tag. Zu erwähnen bleibt hier, dass natürlich auch die Crew einen Anteil am Wasserverbrauch hat, so kann man den genannten werden nochmal etwa 50% aufschlagen, wenn man von rund 1000 Crew Mitgliedern ausgeht. 

Eine Nutzung des Meerwassers kommt in vielen Fällen natürlich nicht in Frage, dieses kann weder zum trinken, kochen, duschen oder die Pools verwendet werden. 

Interessant: In früheren Zeiten lagerte man das Wasser einfach in Fässern an Bord (vor der Zeit der Kreuzfahrt natürlich). Dies war allerdings keine optimale Lösung denn das Wasser wurde oftmals sehr faulig und sehr schnell knapp. 

Wasseraufbereitung an Bord

Wie so eben erwähnt, kann natürlich kein reines Meerwasser an Bord genutzt werden. Doch die heutige Technik macht es möglich, dass zumindest ein Teil des benötigten Wassers aus dem Meer kommt. Auf modernen Schiffen gibt es nämlich extra Aufbereitungsmöglichkeiten für das Meerwasser. 

In verschiedenen Schritten wird das Meerwasser für die Kreuzfahrtschiffe nutzbar gemacht. Nachdem es an Bord gepumpt wurde, wird es im ersten Schritt durch spezielle System an Bord entsalzt. Da, das Wasser nun immernoch nicht nutzbar ist, wird Kalium zugesetzt. Bereits durch diese beiden Schritte sei es möglich, Wasser nach deutschen Normen nutzbar zu machen und aufzubereiten. Um letzte Rückstände des Schmutzes zu entfernen wird laut der Papenburger Meyer Werft noch Chlor zugesetzt – das könnte der Grund sein, warum dir das Leitungswasser an Bord von Kreuzfahrtschiffen nicht schmeckt. 

Nach der Aufbereitung und der Gewinnung von Frischwasser wird dieses in geeigneten Tanks im inneren des Schiffes geleitet. Innerhalb dieser Tanks ist das Wasser vor erneuter Verschmutzung geschützt. 

Wie gelangt das Wasser an die Verbrauchsstellen?

Das Wasser befindet sich nun frisch aufbereitet in Tanks im Rumpf des Kreuzfahrtschiffes, hier bringt es keinen Nutzen mit sich, es muss an die jeweiligen Verbrauchsstellen weitergeleitet werden. Doch wie gelingt das? Die Tanks sind mit Pumpen mit den Verbrauchsstellen verbunden. So gelangt es an die Verbraucher in der Wäscherei, in der Küche usw. 

Damit das Wasser dauerhaft frisch bleibt, werden die Tanks täglich kontrolliert und darauf geachtet, dass das Frischwasser zirkuliert um nicht faulig zu werden. Auf älteren Schiffen wird oftmals für die Toiletten kein Frischwasser verwendet sondern Brauchwasser. Auf den modernen Schiffen wird ausschließlich Frischwasser verwendet. Jeder Tropfen Wasser wird vor der Nutzung bio-chemischen Vorgängen unterzogen. 

Warum füllt man die Tanks nicht in den Häfen?

Nach den bisherigen Feststellungen könnte man sich natürlich fragen, wieso man nicht einfach die vorhandenen Tanks in den einzelnen Häfen auffüllt. Das hat vielseitige Gründe. Zum Einen haben wir festgestellt, dass in unserem Beispiel über 500.000 Liter pro Tag nötig wären, für die in den Tanks gar kein Platz ist, zum Anderen sind die Bestimmungen gerade in exotischen Ländern unter den vorgegebenen Werten. Und der dritte und letzte Punkt ist, dass man gerade den ärmeren Ländern nicht so viel Wasser wegnehmen will und kann. Gerade Staaten in denen Wasserknappheit herrscht könnten dann nicht mehr angelaufen werden. Die Aufbereitung an Bord, diese Autarkie im Frischwasserbereich ist also die bestmögliche Lösung für alle Beteiligten. 

Durch welche Maßnahmen wird Wasser an Bord gespart?

Laut der Meyer Werft gibt es viele unterschiedlich Maßnahmen zum Wasser sparen an Bord von Kreuzfahrtschiffen, natürlich kann aber auch der einzelne Gast etwas dazu beisteuern. Der Verbrauch an Bord wird vor allem durch spezielle Duschbrausköpfe, Durchflussbegrenzern in Duschen und Waschbecken und auch Zeitschaltungen im Sanitärbereich gesenkt. Auch die Vakuumspülungen der Toiletten sparen ein viertel des Verbrauchs von Toilettenspülungen ein. 

Der einzelne Gast kann seinen Teil auf verschiedene Art und Weise beisteuern. Beispielsweise kann man den Wasserhahn beim Zähneputzen ausmachen. Eine Dusche braucht keine dreiviertel Stunde dauern und und und. Ja, du hast Urlaub. Doch der Schaden, den man mit Verschwendung des Wassers anrichtet ist höher als die Erholung, die man mit nachhause nimmt. 

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