Künftig nur noch ein Kreuzfahrtschiff am Tag auf Mallorca?

Der Druck auf die Kreuzfahrt Reedereien wächst, in immer mehr Häfen bekommen die Kreuzfahrtschiffe es mit Protesten und Forderungen zu tun

Unfall der Opera in Venedig, daraufhin starke Proteste durch die Venezianer, MSC Musica und Costa Luminosa mussten aufgrund der Proteste umrouten. In Kiel wurde die MS Zuiderdam sechs Stunden lang am Auslaufen gehindert. Der Druck auf die Reedereien nimmt zu. Die Städte wehren sich gegen die Kreuzfahrtschiffe, vor allem geht es den Einwohnern um die Massen an Touristen und um die Umwelt. 

Nun haben sich auf Mallorca über 20 Vereinigungen zusammengeschlossen und stellen eindeutige Forderungen von denen sie keineswegs abweichen möchten. Es ist auch nicht das erste Mal, dass einzelne Gruppierungen auf Mallorca Forderungen stellen, doch erstmals haben sich die starken Vereinigungen zusammengeschlossen. 

Die Forderungen

Nur noch ein Kreuzfahrtschiff am Tag

Die Gruppierungen fordern, dass künftig nur noch ein einziges Kreuzfahrtschiff am Tag Palma de Mallorca ansteuern darf. Bisher war es vor allem im Sommer nicht unüblich, dass hier 3,4,5 Kreuzfahrtschiffe auf einmal fest machen. Sollte diese Forderungen Realität werden, müssten viele Reedereien ihr gesamtes Routing umwerfen, denn Palma de Mallorca ist ein wichtiger Start- und Zielhafen vieler Reedereien. 

Maximal 4000 Passagiere

Einer der größten Kritikpunkte ist die Masse an Kreuzfahrturlauber, die Mallorca überfluten würden. Alleine im letzten Jahr besuchten 2,6 Millionen Kreuzfahrer Palma de Mallorca, zwei Jahre zuvor waren es 800.000 weniger. Deshalb fordert das Bündnis, dass dieses eine Kreuzfahrtschiff maximal 4000 Gäste mit sich bringen darf. Damit würden Schiffe wie die Symphony of the Seas, Harmony of the Seas oder auch das LNG Schiff AIDAnova wegfallen. Vor allem bei AIDAnova widerspricht dieses Vorhaben dem wichtigen Klimaschutz. Denn bei AIDAnova handelt es sich um das sauberste Kreuzfahrtschiff der Welt. Acht weitere Schiffe dieser Größe werden in Dienst gestellt. Auch diese werden mit dem umweltfreundlicheren LNG Reisen. Ebenso werden künftig weitere Schiffsklassen mit LNG Antrieb gefertigt, auch diese dürften Palma demnach nicht ansteuern. Somit widerspricht sich diese Forderung mit dem Umweltschutz. 

Kontrolle der Umweltbelastung

Die dritte Forderung ist eine korrekte und auch täglich Kontrolle der Belastung durch die Kreuzfahrtschiffe. Hier sind wir an einem wichtigen Punkt angekommen, denn die LNG Schiffe, die in diesem Punkt deutlich besser abschneiden als alle anderen Kreuzfahrtschiffe, können aufgrund ihrer Passagierzahl nicht anlegen. Als LNG Schiffe sehe ich an dieser Stelle erst einmal die Helios Klasse um AIDAnova. In diesem Jahr wird auch Costa Smeralda in Dienst gestellt. Auch sie wird ein Schiff der Helios Klasse sein. Übertrifft aber ebenso die geforderte maximal Paxe von 4000 Passagieren. 

Höhere Touristensteuer

Bisher zahlen Kreuzfahrturlauber 2 Euro pro Tag für einen Besuch Palmas. Das Bündnis aus verschiedenen Vereinigungen fordert mindestens 5 Euro am Tag. An dieser Stelle herrscht allerdings ein Problem, das es auch in anderen europäischen Häfen gibt, denn oftmals wird die Touristensteuer zweckentfremdet und nicht für die Verbesserung der Infrastruktur genutzt. Mit einer verbesserten Infrastruktur könnten die Schiffe beispielsweise während ihres Aufenthalts durchgehend mit Landstrom versorgt werden. 

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