AIDA Helios 2 wird über eine Brennstoffzelle verfügen

Mit der AIDAnova wurde auf der Papenburger Meyer Werft 2018 das erste Kreuzfahrtschiff der Welt gefertigt, das zu 100% mit LNG betrieben wird, mittlerweile hat sich auch die Betankung mit einem LNG Schiff eingespielt. Das Schwesternschiff der AIDAnova, das 2021 in Dienst gestellt wird, wird sogar über Brennstoffzellen an Bord verfügen. 

Die Helios Klasse schlug vor allem innovativ wie eine Granate auf dem Kreuzfahrtmarkt ein. Das erste Schiff, AIDAnova, begeistert nun schon seit über einem halben Jahr seine Gäste, acht weitere Schiffe dieser Schiffsklasse stehen derzeit in den Bestellbüchern der Meyer Werften, mit Costa Smeralda wird noch in diesem Jahr das zweite Schiff dieser Klasse fertiggestellt. Die Costa Smeralda wird auf der Meyer Werft in Turku gefertigt. Auch die P&O Iona steht bereits in den Startlöchern, wird 2020 in Dienst gestellt. Ab dann kommen die Schiffe quasi Schlag auf Schlag auf den Markt. 

Auch AIDA Cruises ist mit der AIDAnova natürlich noch nicht fertig, der Mutterkonzern, die Carnival Corporation hat drei der derzeit neun bestellten Schiffe für den deutschen Marktführer eingeplant. Die Indienststellung des zweiten und dritten Schiffs der Helios Klasse für AIDA sind für 2021 und 2023 geplant. Auch diese beiden werden in Papenburg auf der Meyer Werft gefertigt.  Die Meyer Werft fertigte bereits die Schiffe der Sphinx Klasse für AIDA Cruises, die Hyperion Klasse (AIDAprima, AIDAperla), die bereits zum Teil mit LNG versorgt werden konnte, wurde in Japan gefertigt.

Mit der Meyer Werft scheint AIDA den perfekten Partner an ihrer Seite zu haben. Denn vor allem in Sachen Umweltschutz und emissionsneutraler Kreuzfahrt sind sich AIDA und die Meyer Werft komplett einig. Und so erwartet auch AIDA Helios 2 eine besondere Neuheit auf diesem Gebiet. Das zweite Schiff der Helios Klasse für AIDA Cruises wird neben dem LNG Antrieb auch über eine Brennstoffzelle verfügen. Für die Brennstoffzelle wird es ein erster Praxis Test in der Kreuzfahrtbranche. Dieser Test beweist allerdings erneut, dass LNG, sprich verflüssigtes Erdgas, auf lange Sicht wohl nur ein Übergangsprodukt sein wird. Dies liegt vor allem daran, dass LNG zwar umweltfreundlicher ist, die Meyer Werft aber an Technologien arbeitet, die emissionsneutral sind. Sollte die Brennstoffzelle eine deutliche Wirkung erzeugen und den Praxis Test mit erwarteter Leichtigkeit entstehen, so könnten die nächsten Schritte in Richtung emissionsneutraler Kreuzfahrt recht schnell von statten gehen.

Großer Vorteil der Brennstoffzellen ist natürlich, dass kein Verbrennungsakt nötig ist, die Energie wird durch eine elektrochemische Reaktion hergestellt. Auch das Methanschlupf, das bei LNG gegeben ist, würde bei Brennstofftzellen komplett entfallen. Bei dem Betrieb mit Brennstoffzellen wird keinerlei Treibstoff verbraucht. An Bord des AIDA Neubaus 2021 soll die Brennstoffzelle genutzt werden, um punktuell Energien einzusparen. Sie soll so den Hotelbetrieb oder auch die abendlichen Unterhaltungstechniker mit versorgen.

Bereits mit dem Betrieb durch LNG konnten alleine 25% Co2 und ca. 72 % der Stickoxide eingespart werden. Die Werte der Rußpartikel und der Schwefeloxide fallen durch den Betrieb mit LNG auf 0%. Durch den Einsatz von regenerativen Brennstoffzellen könnten zusätzlich der Co2 und Stickstoff-Ausstoß auf einen Wert von 0 gesenkt werden. Bis zum ersten Schiff, das zu 100% mit Brennstoffzellen oder einem anderen emissionsneutralen Antrieb ausgestattet wird, dürfte es aber noch einige Jahre dauern.

Sollten also die Tests an Bord der AIDA Helios 2 erfolgreich ablaufen, so würde die Helios Klasse erneut einen enormen Meilenstein setzen und die emissionsneutrale Kreuzfahrt von der sowohl AIDA als auch die Meyer Werft träumen, würde schon bald in Erfüllung gehen.

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